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Mit Beginn der dunklen Jahreszeit steigt auch im Allgäu wieder das Risiko für Wohnungseinbrüche. Die Polizei Schwaben Süd/West setzt deshalb auf verstärkte Kontrollen und gibt Tipps, wie sich Haus- und Wohnungsbesitzer schützen können.

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West wurden im vergangenen Jahr insgesamt 191 Wohnungseinbrüche registriert. Das waren rund sieben Prozent mehr als 2024, als die Polizei 178 Fälle verzeichnete. Gleichzeitig verbesserte sich die Aufklärungsquote von 17,4 auf 26,7 Prozent. Etwa jeder vierte Einbruch konnte damit aufgeklärt werden. Besonders häufig betroffen waren freistehende Einfamilienhäuser, die 36 Prozent der Tatobjekte ausmachten. Weitere 26 Prozent der Einbrüche ereigneten sich in Wohnungen von Mehrfamilienhäusern.
Einbrecher nutzen häufig die Dämmerungs- und Abendstunden, vor allem in der dunklen Jahreszeit. Die Polizei reagiert darauf mit lageangepassten Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen. Dabei werden unter anderem wichtige Verkehrswege sowie mögliche Reise- und Fluchtbewegungen von Tatverdächtigen in den Blick genommen.
Neben den Kontrollen setzt die Polizei auf Prävention. Mechanische Sicherungen an Fenstern und Türen können Einbrechern den Zugang erheblich erschweren. Empfohlen werden geprüfte einbruchhemmende Fenster und Türen mindestens der Widerstandsklasse RC 2. Dass solche Maßnahmen Wirkung zeigen können, verdeutlicht eine bundesweite Zahl: 2025 scheiterten 44,9 Prozent der Wohnungseinbrüche bereits beim Versuch.
Wer sein Zuhause besser schützen möchte, kann sich kostenlos und neutral bei den kriminalpolizeilichen Beratungsstellen informieren. Im Allgäu gibt es entsprechende Angebote bei der Kriminalpolizei in Kempten und Memmingen. Die Fachberater informieren auch direkt vor Ort über geeignete Sicherungsmaßnahmen.
Die Polizei rät außerdem, Haus- und Wohnungstüren beim Verlassen immer abzuschließen und Fenster sowie Balkon- und Terrassentüren vollständig zu verschließen – auch bei kurzer Abwesenheit. Gekippte Fenster gelten dabei als offene Fenster. Ersatzschlüssel sollten niemals draußen versteckt werden. Wer längere Zeit verreist, kann Nachbarn bitten, den Briefkasten regelmäßig zu leeren und durch Beleuchtung einen bewohnten Eindruck zu vermitteln.
Verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Wohnumfeld sollten der Polizei gemeldet werden. Bei einem Einbruch gilt: Das Gebäude nicht betreten, nichts am Tatort verändern und sofort den Notruf 110 wählen.
Kontakt zur kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in Kempten:
Kriminalpolizeiinspektion Kempten
Hirnbeinstraße 10, 87435 Kempten
Telefon: 0831 9909-1830
Kontakt zur kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in Memmingen:
Kriminalpolizeiinspektion Memmingen
Am Schanzmeister 2, 87700 Memmingen
Telefon: 08331 100-278
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu Einbruch Polizei Winter