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Die Städte Kaufbeuren und Füssen erhalten vom Freistaat Bayern umfangreiche finanzielle Unterstützung. Der zuständige Verteilerausschuss hat im Rahmen der Stabilisierungshilfen und Investitionszuschüsse insgesamt 15,1 Millionen Euro bewilligt. Davon gehen 6,7 Millionen Euro an Kaufbeuren und 8,4 Millionen Euro an Füssen. Beide Städte wollen damit ihre angespannte Finanzlage verbessern und notwendige Investitionen ermöglichen.

Die Fördermittel stammen aus dem kommunalen Finanzausgleich. Bayern stellt dafür in den Jahren 2026 und 2027 insgesamt 250 Millionen Euro bereit. Die Unterstützung besteht aus zwei Säulen: Zuschüssen zum Schuldenabbau und Hilfen für Investitionen. Besonders berücksichtigt werden Kommunen, die sich in einer schwierigen finanziellen Situation befinden.
In Kaufbeuren wird die Bewilligung als wichtiger Schritt bei der Haushaltskonsolidierung gesehen. Die Stadt zählt seit Jahren zu den Kommunen mit besonders niedrigen Gewerbesteuereinnahmen. Oberbürgermeister Stefan Bosse begrüßte die Finanzhilfe, machte aber zugleich deutlich, dass der eingeschlagene Sparkurs fortgesetzt werden müsse. Auch Finanzreferent Markus Pferner sieht trotz der Unterstützung weiterhin große Herausforderungen bei der Aufstellung des Haushalts für 2027. Die finanziellen Spielräume seien nach wie vor äußerst eng.
Auch Füssen erhält eine Rekordförderung. Bürgermeister Maximilian Eichstetter sieht darin eine wichtige Unterstützung für die jahrelangen Bemühungen, die finanzielle Situation der Stadt zu verbessern. Die zusätzlichen Mittel sollen helfen, notwendige Investitionen weiter voranzubringen und die Verschuldung zu reduzieren.
Für beide Städte hatten sich die Landtagsabgeordneten Bernhard Pohl von den Freien Wählern und Andreas Kaufmann von der CSU eingesetzt. Auch Ostallgäus Landrat Bernd Stapfner unterstützte die Forderungen nach einer höheren Förderung für Füssen. Die Verantwortlichen in Kaufbeuren und Füssen betonen allerdings, dass die kommunalen Finanzen trotz der bewilligten Millionenbeträge eine große Herausforderung bleiben.
Geschrieben von: Leon Dauter