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Es wird so langsam zur Gewohnheit für die Kemptener Fans: Bevor nicht die Schlusssirene erklingt, ist ein Spiel auch nicht entschieden. Es war eine spannende und nervenaufreibende Begegnung in der Dewart Arena, die mit einem 6:5-Sieg für den ESC Kempten endete.

Kempten startete offensiv und druckvoll, ging schnell in Führung und dominierte die ersten zehn Minuten. Trainer Curmann monierte später, dass er mit dem Spiel seiner Mannschaft danach für 30 Minuten nicht zufrieden war. Vor allem im Mitteldrittel ließ man den Gästen zu viel Raum und Zeit, sodass diese selbst in Führung gehen konnten. Kempten startete mit einem 2:3 Rückstand in den Schlussabschnitt. Mit einem Doppelschlag sorgten zunächst dreifach Torschütze Eetu Elo für den Ausgleich und Filip Kokoska für die Führung. Mit einem verdeckten Schuss besorgte Max Miller den eigentlich beruhigenden zwei Tore Vorsprung sechs Minuten vor dem Spielende. Führungen verwalten zählt bis dato noch nicht zu den Stärken der Allgäuer, so ließ man die Rats nochmal ins Spiel zurück kommen und kassierte prompt zwei Treffer zum späten Ausgleich, fünfzig Sekunden vor dem Ende. Nun war es an Dingolfing, den Ausgleich wohl noch zu sehr zu bejubeln. Genau sechs Sekunden dauerte es vom Bully mit einer sehenswerten Kombination von Kokoska über Elo zum wieselflinken Niklas Salo. Der finnische Stürmer war der Gästeabwehr enteilt und versenkte eiskalt zum viel umjubelten Siegtreffer. Auch wenn es für die Stimmung im Stadion immer wieder Highlights sind, ein Sieg der schon deutlich früher feststeht, wäre für manches Nervenkostüm sicher angenehmer.
(PM: ESC Kempten/Hasselbach)
Geschrieben von: se
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