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Politik

Stephan Stracke besucht Weltladen in Kaufbeuren

today25. September 2026

Hintergrund
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Der Allgäuer Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke hat zum Auftakt der Fairen Woche den Weltladen in Kaufbeuren besucht. Im Mittelpunkt des Gesprächs mit den ehrenamtlich engagierten Mitarbeiterinnen standen die Bedeutung des Fairen Handels, die Bedingungen entlang internationaler Lieferketten und die Frage, welchen Beitrag Verbraucher mit bewussten Kaufentscheidungen leisten können.

Stephan Stracke im Gespräch mit Bettina Rhein, ihrer Vorstandskollegin Dr. Isabel Tietze und Christine Pietsch beim Besuch im Weltladen Kaufbeuren. Bildquelle: Abgeordnetenbüro/Andrea Friebel

Kaufbeuren ist der erste Stopp einer Reihe von Weltladen-Besuchen, die Stracke anlässlich der Fairen Woche in seinem Wahlkreis geplant hat. Der Kaufbeurer Weltladen wird vollständig ehrenamtlich geführt und bietet unter anderem Lebensmittel, Kunsthandwerk und Schmuck an. Besonders gefragt sind nach Angaben des Weltladens Kakao, Schokolade, Mangos und Kaffee.

Für die Ehrenamtlichen geht es dabei nicht nur um den Verkauf der Produkte. Sie informieren auch darüber, woher die Waren kommen, unter welchen Bedingungen sie hergestellt werden und wer von ihrem Verkauf profitiert.

„Das ist die große Stärke der Weltläden. Fairer Handel bekommt hier ein Gesicht“, sagte Stracke. Eine Tasse Kaffee oder ein Stück Schokolade würden dadurch auch mit den Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen verbunden, die an deren Herstellung beteiligt sind.

Bei dem Austausch ging es auch um die konkrete Bedeutung von fairem Handel. Dazu zählen unter anderem angemessene Bezahlung, verlässliche Handelsbeziehungen, sichere Arbeitsbedingungen und der Schutz vor Ausbeutung. Auch die wirtschaftliche und gesellschaftliche Stellung von Frauen in den Produktionsländern spielt dabei eine Rolle.

Stracke betonte zudem die politische Verantwortung Deutschlands. Das Land habe mit dem nationalen Lieferkettengesetz früh verbindliche Regeln für unternehmerische Verantwortung geschaffen. Inzwischen gebe es dafür auch einen europäischen Rahmen. Aus Sicht des CSU-Politikers endet die Verantwortung für Menschenrechte nicht an Landesgrenzen oder am Werkstor.

Gleichzeitig habe der Faire Handel inzwischen auch im klassischen Einzelhandel an Bedeutung gewonnen. Fair gehandelte Produkte sind zunehmend in Supermärkten erhältlich. Die Weltläden hätten dennoch eine besondere Funktion, weil sie neben den Produkten auch deren Hintergründe und Produktionsbedingungen vermitteln.

Zum Abschluss würdigte Stracke das ehrenamtliche Engagement im Kaufbeurer Weltladen. Das Team mache globale Verantwortung durch seine Arbeit vor Ort konkret und leiste damit einen Beitrag dazu, Verbraucher für die Bedingungen internationaler Handelsketten zu sensibilisieren.

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Geschrieben von: Leon Dauter

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