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Deutschlandweit steht die Landwirtschaft unter Druck und auch im Allgäu ist die Lage wegen der Trockenheit besonders angespannt. Ein neues Milliarden-Hilfspaket des Bundes soll die Betriebe kurzfristig entlasten und besser gegen künftige Krisen absichern.

Die Landwirtschaft steht deutschlandweit unter Druck – auch im Allgäu ist die Lage besonders angespannt. Extreme Trockenheit, hohe Kosten und teilweise niedrige Erzeugerpreise belasten viele Betriebe. Jetzt hat der Bund ein umfangreiches Hilfspaket für die Landwirtschaft angekündigt.
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer will unter anderem die Direktzahlungen um 700 Millionen Euro erhöhen. Außerdem sollen Landwirte mit steuerlichen Maßnahmen und bei Mehrgefahrenversicherungen unterstützt werden. Auch die Gewinnglättung soll verlängert werden. Damit sollen die Betriebe nicht nur kurzfristig finanziell entlastet, sondern auch besser gegen künftige Krisen abgesichert werden.
Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber begrüßt die Maßnahmen. Gerade für die vielen Familienbetriebe im Allgäu seien verlässliche Rahmenbedingungen und mehr Planungssicherheit wichtig. Sie fordert gleichzeitig weitere Entlastungen bei Bürokratie und Dokumentationspflichten sowie bessere Bedingungen für Investitionen in moderne Tierwohlställe.
Kaniber sieht außerdem die EU in der Verantwortung. Die gemeinsame europäische Agrarpolitik müsse auch nach 2027 ausreichend finanziert werden und den Landwirten faire Wettbewerbsbedingungen bieten.
Für die Landwirtschaft im Allgäu sind die Entscheidungen besonders relevant. Viele Betriebe sind von den Folgen der Trockenheit und den steigenden Produktionskosten betroffen. Das Hilfspaket soll ihnen helfen, wirtschaftlich stabiler durch die aktuelle Krise zu kommen und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.
Geschrieben von: Niklas Bitzenauer
Allgäu Knappheit landwirtschaft wasser