Listeners:
Top-Hörer:
AllgäuHIT
play_arrow
AllgäuHIT-Kaffeeklatsch: mit Rebecca Simoneit-Barum vom Zirkus Charles Knie
play_arrow
„Rund um“ in Lindau am Bodensee: Ein Segelrennen mit Tradition und Flair Thomas Häuslinger
play_arrow
„Rund um“ in Lindau am Bodensee: Ein Segelrennen mit Tradition und Flair Thomas Häuslinger
Anzeige: Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit GranataPet.
Jeden Monat präsentiert AllgäuHIT in Kooperation mit dem Werbepartner GranataPet bei „Tierwissen to go“ Tipps und Wissen für den Alltag mit Hund oder Katze. In der letzten Folge stand das Thema „Sommerzeit mit Hund und Katze“ im Mittelpunkt.
In der aktuellen Ausgabe widmeten wir uns der Frage, wie man Begegnungen mit und zwischen Tieren gestalten kann. Hier gibt es das Gespräch aus der Radiosendung zwischen Moderatorin Uschi Binkert sowie Kathrin und Deborah von GranataPet zum Nachlesen:

Man lernt nie aus und das gilt natürlich auch für das Wissen rund um unsere Tiere. Reden wir zum Beispiel mal über den Verhaltensknigge zwischen unseren Tieren: im Park, auf der Straße oder bei Freunden. Begegnungen mit Hunden und Katzen haben wir überall. Die Frage ist: Wie macht man es richtig? Wie kann man solche Begegnungen positiv ablaufen lassen? Kathrin, wie schaut’s aus? Wie mache ich das zum Beispiel beim Hund am sinnvollsten?
Also die wichtigste Botschaft zuerst: Nicht jeder Hund möchte Kontakt und das ist auch völlig in Ordnung. Deshalb sollte man einen fremden Hund niemals einfach anfassen, sondern immer zuerst den Halter fragen. Und wenn der Kontakt vom Halter aus erlaubt ist, dann kann man trotzdem schauen: Möchte der Hund den Kontakt oder nicht? Wenn der Hund von mir weggeht, dann laufe ich ihm nicht hinterher. Aber wenn der Hund freundlich ist und Kontakt möchte, dann ist es wichtig: Geh nicht frontal auf den Hund zu, beug dich nicht über ihn drüber und fass ihm nicht von oben auf den Kopf. Das empfinden ganz viele Hunde als total unangenehm oder sogar als bedrohlich. Am schönsten ist es, wenn der Hund einfach auf dich zukommt. Vielleicht kannst du dich sogar zu ihm runterbeugen, also hinknien, und ihn von unten am Hals oder am Kiefer streicheln oder an der Brust. Und meistens zeigt der Hund auch ganz klar, was für eine Berührung er möchte. Viele Hunde drehen dir zum Beispiel ihr Hinterteil zum Streicheln zu.
Eindeutige Ansage in dem Fall, im positiven Sinne. Wenn wir jetzt mal Begegnungen zwischen Hund und Hund nehmen, da ist es ja ähnlich: Wenn einfach planlos irgendein fremder Hund unangeleint auf meinen zuläuft, muss das nicht zwangsläufig gut ausgehen.
Nein, auf jeden Fall nicht. Deshalb die Bitte an alle Hundebesitzer: Fragt vorher, ob Begegnungen okay sind. Lasst eure Hunde auch nicht einfach auf andere Hunde zulaufen, weil man nie weiß, wie der andere reagiert.
Vielleicht können wir es einfach so zusammenfassen: ein bisschen Höflichkeit, ein bisschen Respekt und Grenzen respektieren, egal, ob jetzt zwischen Hund und Hund oder zwischen Hund und Mensch. Deborah, bei dir ist es ein bisschen anders, du hast ja zwei Katzen. Wenn jetzt Freunde zu dir kommen: Hast du da auch irgendwie etwas im Kopf, wo du sagst, ich würde mir wünschen, dass das so und so abläuft? Also nicht, dass der Mensch reinkommt, die Katze greift und direkt anfängt, sie zu knuddeln oder so.
Ja, genau. Also das wäre jetzt so ein bisschen das Horrorszenario, was du gerade beschrieben hast. Eigentlich ist es so, wie Kathrin es bei den Hunden beschrieben hat: Das Tier bestimmt das Tempo. Auch die Katze möchte selbst bestimmen, wann sie Kontakt mit dem Menschen haben möchte. Deswegen ist die beste Strategie erst mal: nichts tun. Der Katze ein bisschen Zeit geben und auf jeden Fall die Verstecke respektieren. Also wenn sie unter dem Sofa liegt, auf keinen Fall einfach die Katze rausziehen. Lieber sich selbst von der Katze aus sicherer Entfernung beobachten lassen und die Katze dabei nicht anstarren. Das finden sie nämlich bedrohlich. Wenn, dann kann man mal so ein kurzes Katzenlächeln schicken, also so ein Blinzeln, wenn sie das beispielsweise auch bei einem macht. Wenn die Katze neugierig oder freundlich auf einen zukommt, dann kann man auch nach unten gehen, ganz vorsichtig den Arm mit etwas Abstand ausstrecken und sie einladen. Aber insgesamt einfach immer auf die Körpersprache achten und schauen, wie die Katze reagiert. Wenn sie sich richtig wohlfühlt, dann legen sich zum Beispiel meine Britisch Kurzhaar auch gerne mal auf den Rücken. Das ist aber keine Einladung, sie am Bauch oder überall zu streicheln. Das ist einfach ein vertrauensvolles Zeichen, aber kein „Fass mich überall an“.
An der Stelle vielleicht noch gesagt: Es gibt auch die gegensätzliche Geschichte. Katzen wiederum, wenn sie der Meinung sind, sie müssen mit dir schmusen, fragen überhaupt nicht, ob dir das passt. Aber das ist so, Katzen sind so. Trotzdem gilt bei Begegnungen mit Tieren und auch von Tieren untereinander: einfach ein bisschen Respekt und ein bisschen Zeit lassen bei dem Ganzen. Dann läuft es für beide Seiten positiv ab.
„Tierwissen to go“ erscheint einmal pro Monat bei AllgäuHIT. Die Rubrik wird in Kooperation mit unserem Werbepartner GranataPet präsentiert. Weitere Infos unter https://www.granatapet.de/
Geschrieben von: Stefanie Eller
Allgäu Haustiere Hund Katze Tierwissen to go