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Ein vermeintlicher Absturz eines Kleinflugzeugs hat am Montagvormittag einen größeren Rettungseinsatz in den Allgäuer Alpen ausgelöst. Im Bereich des Sperrbach-Tobels am Zustieg zur Kemptner Hütte war zunächst gemeldet worden, dass ein Kleinflugzeug abgestürzt und möglicherweise Personen eingeklemmt seien.

Daraufhin wurde umfangreich alarmiert. Feuerwehren aus Sonthofen und Oberstdorf, die Bergwacht Oberstdorf, Polizei und Alpinpolizei sowie insgesamt vier Hubschrauber waren im Einsatz. Nach Angaben der Einsatzleitung waren allein rund 60 Feuerwehrleute beteiligt. Hinzu kamen etwa 10 bis 15 Kräfte der Bergrettung sowie weitere Einsatzkräfte von Polizei und Alpinpolizei.
Solange es die Wetterbedingungen zuließen, wurde das Gebiet aus der Luft abgesucht. Dabei fanden die Einsatzkräfte jedoch weder ein abgestürztes Flugzeug noch Trümmerteile oder verletzte Personen. Parallel versuchten die Behörden herauszufinden, wem das Mobiltelefon zugeordnet war, von dem offenbar der Notruf beziehungsweise die entsprechende Meldung ausgelöst worden war.
Die Ermittlungen führten schließlich zu einem Wanderer, der derzeit auf dem E5 von Oberstdorf nach Meran unterwegs ist. Über die Firma, bei der das Mobiltelefon registriert war, konnte der Mann ausfindig gemacht werden. Nachdem mehrere Hütten kontaktiert worden waren, meldete sich schließlich der Hüttenwirt der Kemptner Hütte. Der gesuchte Wanderer befand sich dort und war wohlauf.
Der Mann hatte nach eigenen Angaben gar nicht bemerkt, dass er über seine Smartwatch oder sein Smartphone einen Notruf ausgelöst hatte. Die Einsatzleitung konnte anschließend mit ihm sprechen und klären, dass keine Hilfe benötigt wird.
Für die Einsatzkräfte endete der aufwendige Einsatz damit glimpflich. Verärgert sei man über den Fehlalarm nicht, hieß es aus der Einsatzleitung. Schließlich sei es Aufgabe der Rettungskräfte, eingehende Notrufe zu überprüfen und im Ernstfall schnell Hilfe zu leisten. Am Ende sei man vor allem erleichtert, dass der vermeintliche Flugzeugabsturz glimpflich ausgegangen ist.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu Einsatz fehlalarm Polizei