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Polizei

Familie ohne Aufenthaltstitel an A96-Grenze gestoppt und zurückgewiesen

today6. Oktober 2026

Hintergrund
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Die Bundespolizei hat am Samstagmorgen am Grenzübergang Hörbranz an der A96 eine dreiköpfige türkische Familie ohne die erforderlichen Einreisepapiere aufgegriffen. Noch am selben Abend wurde die Familie vom Flughafen München aus in die Türkei zurückgewiesen.

(c)by Stolze

Die Lindauer Bundespolizei kontrollierte die Insassen eines Fernbusses auf der Route von Rom nach Frankfurt am Main. Dabei stellten die Beamten einen 24-jährigen türkischen Staatsangehörigen, dessen 41-jährige Mutter und seinen neunjährigen Bruder fest. Die drei konnten zwar ihre Reisepässe vorlegen, verfügten jedoch nicht über die für die Einreise notwendigen Aufenthaltstitel.

Bei der Überprüfung stellten die Beamten fest, dass der 24-Jährige bereits im September 2025 erstmals nach Deutschland eingereist und einen Asylantrag gestellt hatte. Das Verfahren war rund einen Monat später eingestellt worden. Nach Angaben des Mannes kam die Familie aus Bosnien und wollte nach Karlsruhe weiterreisen, um dort beim Vater und einem weiteren Bruder zu leben.

Die Bundespolizei zeigte die drei wegen des Verdachts der versuchten unerlaubten Einreise an. Gegen den 24-Jährigen wurde zudem Anzeige wegen des Verdachts des versuchten Einschleusens von Ausländern erstattet. Er hatte die Bustickets für die Reise gekauft und galt damit laut Bundespolizei als Organisator der Fahrt.

Für die Kosten der Rückführung mussten die beiden Erwachsenen insgesamt 2.100 Euro als Sicherheitsleistung hinterlegen. Noch am Samstagabend wurde die Familie schließlich per Flugzeug vom Flughafen München nach Istanbul zurückgewiesen.

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Geschrieben von: Leon Dauter

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