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Beim Last Soul Ultra musste der Allgäuer Timo Wassermann nach 23 Stunden und rund 150 Kilometern wegen einer Regelverletzung das Rennen vorzeitig beenden. Körperlich ging es ihm noch sehr gut, deshalb fällt sein Fazit trotz der Disqualifikation positiv aus – und die nächste Lauf-Challenge ist bereits in Planung.

160 Teilnehmer, jede Stunde 6,7 Kilometer – und das Tag und Nacht: Beim Last Soul Ultra geht es darum, so lange wie möglich durchzuhalten. Wer seine Runde nicht rechtzeitig schafft, scheidet aus. Auch der 26-jährige Kemptener Timo Wassermann war dabei. Nach 23 Stunden und rund 150 Kilometern wurde er disqualifiziert. Trotzdem zieht er ein positives Fazit. Das hat er im Interview mit Radio AllgäuHIT verraten.
AllgäuHIT: Timo, wie kam es überhaupt zur Disqualifikation?
Timo Wassermann: Uns war gar nicht bewusst, dass ich disqualifiziert war. Mein Team hatte das Pavillon ein paar Meter näher Richtung Start versetzt. Dadurch war der Weg zwischen Startlinie und Pavillon kürzer. Während ich auf der Strecke war, wurde das wohl so entschieden. Ich bin ganz normal von meiner Runde zurückgekommen, habe mich umgezogen, kurz im Zelt geschlafen und bin wieder los. Nach ungefähr einem Kilometer wurde ich dann von jemandem aus dem Rennen genommen und musste meinen Chip abgeben.
AllgäuHIT: Bis dahin hattest du aber schon ordentlich Kilometer gesammelt. Wie ging es dir körperlich?
Timo Wassermann: Ich war nach 23 Stunden raus und hatte knapp 150 Kilometer geschafft. Aber mir ging es blendend. Ich hatte keinerlei Probleme oder Schmerzen. Ich denke, 48 Stunden wären auf jeden Fall drin gewesen. Wir waren bereit für die zweite Nacht – aber so weit kam es leider nicht.
AllgäuHIT: Wie fällt dein Fazit trotz der Disqualifikation aus?
Timo Wassermann: Es war ein cooles Event. Ich bin super dankbar, dass ich dabei sein durfte, und möchte die Erfahrung auch nicht missen, auch wenn es jetzt so blöd ausgegangen ist. Besonders dankbar bin ich meiner Familie, die dabei war und mich unterstützt hat.
AllgäuHIT: Und wie geht es jetzt weiter?
Timo Wassermann: Die Zukunftspläne werden schon heiß diskutiert. Eventuell gibt es die Möglichkeit, dass ich für nächstes Jahr eine Goldcard und damit einen sicheren Startplatz beim Last oul Ultra bekomme. Ob es dazu kommt, weiß ich noch nicht. Dann würde ich der ganzen Sache vielleicht noch einmal eine Chance geben. Jetzt geht es aber erstmal darum, die Crew zum Essen einzuladen und wieder den Alltag aufzunehmen. Eine weitere Challenge kommt auf jeden Fall – wir werden sehen.
Timo Wassermann hat beim Last Soul Ultra trotz seiner Disqualifikation starke 150 Kilometer in 23 Stunden geschafft. Jetzt geht es für ihn erstmal zurück in den Alltag – aber die nächste Herausforderung dürfte bereits in Planung sein.
Geschrieben von: Niklas Bitzenauer
Allgäu Extremsport Fazit Last Soul Ultra