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Aktuelles

ZAK Kempten setzt bei Fassadensanierung auf Altholz

today7. August 2026

Hintergrund
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Altes Holz bekommt eine neue Aufgabe: Der Zweckverband für Abfallwirtschaft Kempten (ZAK) hat ein Pilotprojekt zum sogenannten zirkulären Bauen umgesetzt. Statt neues Holz für die Fassade des Verwaltungsgebäudes in der Dieselstraße zu verwenden, kamen rund 1.700 Kilogramm gesammeltes Altholz zum Einsatz.

Gebäudeansicht – ZAK Fassade: Für die Fassadenverkleidung am ZAK Verwaltungsgebäude wurde kein Neumaterial beschafft, sondern Material genutzt, das üblicherweise im Altholz-Container landet. Foto: Alexander Bernhard

Auf einer Fläche von 126 Quadratmetern wurde die Fassade mit wiederverwendetem Holz verkleidet. Gemeinsam mit den Architekten von 2upertecture wollte der ZAK zeigen, wie Baustoffe länger im Nutzungskreislauf gehalten werden können.

Hintergrund des Projekts ist die zunehmende Bedeutung nachhaltiger Bauweisen. Der Bau- und Gebäudesektor zählt weltweit zu den ressourcenintensivsten Bereichen und verursacht einen erheblichen Anteil der CO₂-Emissionen. Durch die Wiederverwendung von Materialien kann sogenannte „graue Energie“ erhalten werden – also die Energie, die bereits für Herstellung, Verarbeitung und Transport eines Baustoffs aufgewendet wurde.

Der Startschuss für das Projekt fiel im März 2026 mit der Analyse eines Altholz-Containers am Wertstoffhof Kempten-Unterwang. Dabei zeigte sich, dass rund 15 Prozent des gesammelten Altholzes aus hochwertigem Vollholz bestehen und grundsätzlich für eine weitere Nutzung geeignet sind.

Im weiteren Verlauf wurden passende Holzstücke gesammelt, katalogisiert und für die neue Fassade aufbereitet. Nägel und Anbauteile wurden entfernt, die Elemente zugeschnitten und für die Montage vorbereitet. Ab Ende Mai brachten regionale Handwerksbetriebe die vertikale Holzverkleidung am Gebäude an.

Trotz des höheren Arbeitsaufwands entstanden laut ZAK keine zusätzlichen Kosten im Vergleich zu einer klassischen Fassade aus Neumaterial. Das gesammelte Holz stand kostenfrei zur Verfügung.

Mit dem Projekt möchte der ZAK zeigen, welche Möglichkeiten in der Wiederverwendung von Baustoffen liegen. Gleichzeitig wird geprüft, wie solche Ansätze künftig dauerhaft umgesetzt werden können – etwa durch bessere Sammelstrukturen, Prüfverfahren und eine digitale Erfassung verfügbarer Materialien. Ziel ist es, Ressourcen zu schonen und wertvolle Baustoffe länger im Kreislauf zu halten.

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Geschrieben von: Leon Dauter

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