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Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Bayern schlägt Alarm: Bis zum 31. Juli sind im Freistaat mindestens 54 Menschen ertrunken – drei mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Damit verzeichnet Bayern derzeit die meisten Badetoten aller Bundesländer.

Besonders viele Unglücke ereigneten sich während der heißen Wochen im Juni. Allein in diesem Monat kamen 20 Menschen ums Leben, weitere 13 im Juli. Nach Angaben der DLRG locken die hohen Temperaturen viele Menschen an Seen und Flüsse – häufig auch an unbewachte Badestellen.
Auch Schwaben ist stark betroffen. Mit elf tödlichen Ertrinkungsunfällen liegt der Regierungsbezirk hinter Oberbayern auf Platz zwei in Bayern.
Besonders besorgt zeigt sich die DLRG über die Zahl junger Männer zwischen 20 und 30 Jahren. Bis Ende Juli ertranken 19 Männer dieser Altersgruppe, mehrere von ihnen konnten nicht oder nur unzureichend schwimmen. Auch vier Kinder sowie 17 Menschen im Alter von 70 Jahren oder älter kamen in diesem Jahr bereits ums Leben.
Die DLRG appelliert deshalb an Badegäste, Warnhinweise ernst zu nehmen, auf riskante Mutproben zu verzichten und Kinder am Wasser niemals unbeaufsichtigt zu lassen. Gerade an unbewachten Seen und Flüssen könne Unachtsamkeit schnell lebensgefährlich werden.
Geschrieben von: Leon Dauter