AD
play_arrow

keyboard_arrow_right

Listeners:

Top-Hörer:

skip_previous skip_next
00:00 00:00
playlist_play chevron_left
volume_up
  • play_arrow

    AllgäuHIT

  • cover play_arrow

    AllgäuHIT-Kaffeeklatsch: mit Rebecca Simoneit-Barum vom Zirkus Charles Knie

  • cover play_arrow

    „Rund um“ in Lindau am Bodensee: Ein Segelrennen mit Tradition und Flair Thomas Häuslinger

  • cover play_arrow

    „Rund um“ in Lindau am Bodensee: Ein Segelrennen mit Tradition und Flair Thomas Häuslinger

Aktuelles

Streit um Scheidtobelbahn am Fellhorn beigelegt – LBV zieht Klagen zurück

today4. August 2026

Hintergrund
share close
AD

Im Rechtsstreit um den geplanten Neubau der Scheidtobelbahn am Fellhorn haben sich der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV) und die Fellhornbahn GmbH außergerichtlich geeinigt. Der Naturschutzverband zieht seine Klagen zurück. Im Gegenzug verpflichtet sich die Fellhornbahn zu zusätzlichen Maßnahmen zum Schutz bedrohter Tierarten.

Ein Symbolbild aus dem Fellhorn-Gebiet bei Oberstdorf / Foto: pixabay

Nach Angaben beider Seiten umfasst die Vereinbarung unter anderem neue Schutzmaßnahmen für das Birkhuhn, die Alpenmosaikjungfer, den Zitronenzeisig und die Waldbirkenmaus. Rund 2,4 Hektar Fläche unterhalb der Mittelstation zwischen Heubichelpiste und Haushang sollen künftig der Wintersportnutzung entzogen werden. Durch Sperrungen und Besucherlenkung entstehen dort Rückzugsräume für das Birkhuhn. Ein fünfjähriges Monitoring soll die Entwicklung begleiten und weitere Verbesserungen der Lebensräume ermöglichen.

Für die vom Aussterben bedrohte Alpenmosaikjungfer wird ein mehrjähriger Projektplan auf Grundlage eines bestehenden Artenhilfsprogramms umgesetzt. Zudem beteiligt sich die Fellhornbahn an einem grenzüberschreitenden INTERREG-Projekt zum Schutz seltener alpiner Arten, unter anderem durch die Schaffung von Wasserstellen und die Aufwertung bestehender Ausgleichsflächen.

Der LBV betont, dass die Einigung keine nachträgliche Zustimmung zu sämtlichen Eingriffen bedeute. Die grundsätzlichen naturschutzfachlichen Bedenken blieben bestehen. Der Vergleich verbessere jedoch den Artenschutz gegenüber der bislang genehmigten Planung deutlich und schaffe verbindliche Regelungen, deren Umsetzung der Verband fachlich begleiten werde.

Auch die Fellhornbahn bewertet den Vergleich positiv. Zwar übernehme das Unternehmen zusätzliche Verpflichtungen und trage dadurch höhere Kosten, gleichzeitig werde jedoch ein Rechtsstreit beendet, der den Abschluss der Bauarbeiten in dieser Saison verhindert hätte. Nach Angaben der Betreiber können die Arbeiten nun abgeschlossen werden, sodass der Betrieb der Bahn im kommenden Winter gesichert ist.

Oberallgäus Landrat Christian Wilhelm, der den Einigungsprozess begleitet hatte, sprach von einem wichtigen Signal. Die Einigung schaffe Planungssicherheit für ein Vorhaben, an dem zahlreiche Arbeitsplätze in der Region hingen, und verbessere gleichzeitig den Naturschutz. Dass eine Lösung ohne weitere Gerichtsverfahren gefunden worden sei, wertete er als positives Zeichen für den Umgang miteinander im Oberallgäu.

Mit der Rücknahme der Klagen durch den LBV werden die bestehenden Genehmigungen für den Neubau der Scheidtobelbahn nun rechtskräftig.

AD

Geschrieben von: Redaktion

Rate it
AD
AD
AD
AD