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Bei der Preisverleihung des Wettbewerbs „Die Gute Form 2026“ hat die Schreinerinnung Kaufbeuren–Marktoberdorf die besten Gesellenstücke des aktuellen Ausbildungsjahrgangs ausgezeichnet. Zehn Nachwuchsschreinerinnen und -schreiner präsentierten im Foyer des Landratsamtes Marktoberdorf ihre handwerklich und gestalterisch anspruchsvollen Arbeiten.

Landrat Bernd Stapfner würdigte das Schreinerhandwerk als wichtigen Bestandteil der Region. Kreativität und handwerkliches Können seien auch in Zeiten der Digitalisierung unverzichtbar. Obermeister Bernhard Galster hob hervor, dass die Gesellenstücke die persönlichen Ideen und Fähigkeiten der jungen Handwerker widerspiegeln und den Abschluss ihrer dreijährigen Ausbildung markieren.
Die unabhängige Jury zeigte sich vom hohen Niveau der eingereichten Arbeiten beeindruckt. Nach mehr als zweieinhalb Stunden Bewertung fiel die Entscheidung nur knapp aus.
Den 1. Preis gewann Felix Frick von der Schreinerei Demmler KG. Sein modernes Sideboard überzeugte mit einem gelungenen Materialmix, einer selbst entwickelten Türmechanik und einer hochwertigen Verarbeitung. Den 2. Platz belegte Elias Gilg von der Schreinerei Rauh mit einem Möbelstück, das durch seine schlichte Gestaltung und eine gelungene Kombination aus Barfunktion und Stauraum überzeugte.
Der 3. Preis ging an Laura Holik von der Schreinerei Markus Sirch. Die Jury lobte ihren mutigen Materialmix aus verschiedenen Holzarten und Glas sowie das Design im Stil der 1950er- und 1960er-Jahre. Eine Belobigung erhielt Roman Reichart von der Schreinerei Horst Herbein für seinen neu interpretierten Werkzeugschrank.
Die Preisgelder und Sachpreise wurden von mehreren regionalen Unternehmen und der Schreinerinnung gestiftet. Im Anschluss an die Ehrung nutzten zahlreiche Gäste die Gelegenheit, die ausgezeichneten Gesellenstücke aus nächster Nähe zu besichtigen und mit den jungen Handwerkerinnen und Handwerkern ins Gespräch zu kommen.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu gesellen Marktoberdorf Schreiner