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Panorama

Pflegekosten rechtzeitig absichern: Tipps der Finanzprofis Allgäu

today29. Juli 2026

Hintergrund
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Anzeige: Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit den Finanzprofis Allgäu.

Es gibt viele Themen, mit denen man sich im Leben früher oder später beschäftigen muss. Manche lassen sich jedoch rechtzeitig angehen, bevor sie überhaupt zum Problem werden. Dazu gehören auch die Pflegekosten. Wir haben mit Nikolai Ade und Michael Köcheler darüber gesprochen. Sie sind als Versicherungsmakler unter dem Namen „Finanzprofis Allgäu“ im Allgäu tätig. Hier gibt es das Gespräch aus der Sendung zum Nachlesen.

Symbolbild Pflege / Foto: Pixabay

Zum Thema Pflegekosten: Das, was wir von staatlicher Seite bekommen, reicht definitiv nicht aus. Kann man das so sagen?

Ja, das kann man natürlich so sagen. Die Kosten für einen Pflegeheimplatz sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Mittlerweile kostet ein stationärer Pflegeplatz im Schnitt rund 5.000 Euro im Monat.

Also ist es wie in so vielen Fällen: Wir müssen uns selbst absichern. Was können wir denn in der Richtung tun?

Also das beliebteste Mittel ist eine Pflegezusatzversicherung, die man abschließen kann, um die monatliche Finanzierungslücke schließen zu können.

Jetzt muss ich vielleicht überlegen: Wenn meine Eltern in einem Alter sind, in dem das Thema Pflege näher rückt, ist das ja auch für mich als Kind ein interessanter Aspekt. Inwieweit kann mich das betreffen? Ich glaube, da sind auch Änderungen im Gespräch, oder?

Beschlossen ist zwar noch nichts, aber unsere Regierung muss ja bekanntlich sparen. Deshalb wird derzeit darüber diskutiert, die Einkommensgrenze, die aktuell bei 100.000 Euro liegt, zu senken.

Okay, also ich glaube, es ist klar: Es ist im Sinne jedes Einzelnen und auch der ganzen Familie, dass man sich um dieses Thema kümmert. Was kann ich denn in Sachen privater Vorsorge machen? Was wäre eure Empfehlung?

Wir empfehlen den Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung. Sie übernimmt die Kosten des Pflegeheims, die nicht durch die staatlichen Leistungen abgedeckt werden.

Und worauf muss ich dabei achten?

Zu beachten ist natürlich, eine hohe monatliche Pflegerente abzusichern, die den offenen Teil der Pflegekosten übernehmen kann. Das Wichtigste in diesem Bereich ist also die Höhe der Pflegerente.

Und was ist da so eine Größenordnung, bei der man sagen kann: Das wäre vernünftig?

Also man kann sagen, wenn man den Rentenanspruch hochrechnet und von durchschnittlichen Kosten von etwa 5.000 Euro für einen stationären Pflegeheimplatz ausgeht, hat man im Schnitt eine monatliche Lücke zwischen 1.000 und 2.000 Euro, die man schließen sollte.

Das klingt aber schon nach gewaltigen Summen. Kann man sich das als Normalverdiener überhaupt leisten? Die Versicherung kostet ja natürlich auch Geld.

Ja, das ist wie bei jeder Versicherung. Je früher man damit anfängt, desto günstiger ist sie natürlich. Wir empfehlen den Abschluss, solange man noch unter 50 ist. Dann sind die Beiträge noch relativ human, danach wird es schon deutlich knackiger.

Es gibt in der Pflege viele verschiedene Bereiche. Es gibt die Pflege zu Hause, das Pflegeheim und alles dazwischen. Was wird von der Pflegeversicherung überhaupt abgedeckt?

Kosten werden übernommen für die stationäre Pflege, die Unterkunft im Pflegeheim, aber auch ambulante Leistungen ab Pflegegrad 1 oder 2, die überwiegend zu Hause stattfinden.

Es gibt aber auch die Möglichkeit, das zu staffeln, oder? Dass man sagt: Im unteren Bereich kriege ich es hin, ich sichere mich erst für den Worst Case ab.

Genau, das empfehlen wir auch, damit man die Kosten einigermaßen human halten kann. Dass man sagt: Okay, man sichert sich erst ab Pflegegrad 3 ab, wo dann die Kosten beziehungsweise die Lücke schon vierstellig werden.

Vielleicht abschließend noch ganz kurz: In welcher finanziellen Größenordnung bewegt sich so eine Pflegeversicherung? Was kostet mich das?

Wie wir schon erwähnt haben, lohnt sich ein früher Abschluss, vor allen Dingen auch auf Dauer und für die Zukunft. Ein 40-Jähriger bezahlt für grob 1.500 Euro monatliche Pflegerente zwischen 30 und 60 Euro im Monat. Ein 55-Jähriger muss dagegen schon mit mindestens 80 bis 220 Euro im Monat rechnen.

Auch da heißt es also: rechtzeitig darüber nachdenken, und nicht nur nachdenken, sondern auch handeln. Vielen Dank an euch, Michi und Nick, die Finanzprofis Allgäu hier in Kempten. Dort bekommt ihr natürlich auch Beratung und Informationen zu diesem Thema.

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Geschrieben von: Redaktion

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