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Der geplante Erweiterungsbau für das Landratsamt Unterallgäu in Mindelheim wird vorerst nicht gebaut. Der Bauausschuss des Kreistags hat das Projekt aufgrund der angespannten Finanzlage einstimmig auf Eis gelegt. Stattdessen sollen in den kommenden Jahren Investitionen in die Schulen des Landkreises Vorrang haben.

Für den sogenannten Bündelungsbau waren inklusive Ausstattung Kosten von bis zu 29 Millionen Euro vorgesehen. Mit dem Neubau sollten mehrere Außenstellen des Landratsamts am Hauptstandort zusammengeführt werden. Geplant waren unter anderem 78 Büros, ein neuer Sitzungssaal, Besprechungsräume sowie Räume für die Hauswirtschaftsschule.
Landrat Alex Eder begründete die Entscheidung mit den stark gestiegenen Sozialausgaben, die die Kommunalfinanzen zunehmend belasten. Allein in den vergangenen zwei Jahren sei die Umlage an den Bezirk Schwaben um rund 30 Millionen Euro gestiegen – nahezu der Betrag, den auch der Verwaltungsneubau gekostet hätte.
Ganz vom Tisch ist das Projekt allerdings nicht. Die Planungen sind laut Landratsamt bereits weit fortgeschritten und können bei einer besseren Finanzlage jederzeit wieder aufgenommen werden. Für die bisherige Planung wurden rund 280.000 Euro ausgegeben. Der für dieses Jahr vorgesehene Kredit über 600.000 Euro wird nun nicht benötigt.
Stattdessen konzentriert sich der Landkreis auf sein Investitionsprogramm für die Schulen. Dafür sind in den kommenden Jahren rund 100 Millionen Euro eingeplant. Zu den größten Vorhaben gehören ein Neubau für die Fahrzeugtechnik an der Berufsschule Mindelheim sowie die Erweiterung des Gymnasiums in Türkheim.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu landratsamt millionenprojekt Mindelheim