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Polizei

Tragisches Unglück am Gaisalpsee: 29-Jähriger ertrinkt beim Baden

today7. Juli 2026 7

Hintergrund
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Ein tragischer Badeunfall am Unteren Gaisalpsee hat am Montag einen aufwendigen Wasserrettungseinsatz ausgelöst. Die DLRG Sonthofen übernahm dabei die Leitung des Einsatzes, nachdem gegen 16:21 Uhr die Meldung über eine Person in Wassernot eingegangen war.

Die Einsatzkräfte der DLRG auf einem speziellen Rettungsbrett das mit dem Hubschrauber transportiert werden kann. Foto: DLRG Kreisverband Oberallgäu/Sonthofen e.V.

Zeugen hatten beobachtet, wie eine Person im See unterging, und sofort den Notruf gewählt. Nach bisherigen Erkenntnissen gehörten die Beobachter zu einer Reisegruppe.

Die Lage stellte die Rettungskräfte vor besondere Herausforderungen: Der Untere Gaisalpsee liegt in alpinem Gelände und ist für Einsatzfahrzeuge nicht direkt erreichbar. Deshalb mussten die Einsatzkräfte und ihre Ausrüstung mit Hubschraubern zur Einsatzstelle gebracht werden. Als Bereitstellungsraum diente das Moorbad Reichenbach. Unterstützt wurde der Einsatz unter anderem durch den Rettungshubschrauber Christoph 17, einen Polizeihubschrauber sowie einen Hubschrauber aus Vorarlberg.

Die DLRG Sonthofen stellte den Einsatzleiter Wasserrettung und koordinierte die Maßnahmen vor Ort. Insgesamt waren zehn ehrenamtliche Einsatzkräfte der DLRG beteiligt. Für die Suche im See kam ein organisationsübergreifendes Tauchteam zum Einsatz.

Gegen 20 Uhr fanden die Wasserretter die vermisste Person in rund 3,5 Metern Tiefe. Für die Person kam jede Hilfe zu spät. Neben den Suchmaßnahmen kümmerten sich Einsatzkräfte der DLRG auch um die Betreuung der Zeugen des Unglücks.

„Einsätze an alpinen Gewässern stellen die Wasserrettung vor besondere logistische und fachliche Herausforderungen. Die ehrenamtlichen Kräfte der DLRG trainieren regelmäßig für solche Lagen. Dennoch belasten Einsätze mit tödlichem Ausgang auch erfahrene Einsatzkräfte“, erklärt der Einsatzleiter Wasserrettung der DLRG.

Die DLRG weist nach dem Einsatz auf die besonderen Gefahren von Bergseen hin. Gerade nach anstrengenden Wanderungen kann der Körper stark aufgeheizt sein, während das Wasser in Bergseen auch im Sommer sehr kalt bleibt. Ein plötzlicher Sprung ins kalte Wasser kann einen Kälteschock auslösen, der Atmung, Kreislauf und Orientierung innerhalb kürzester Zeit beeinträchtigt.

Die Empfehlung der DLRG: Vor dem Baden langsam ins Wasser gehen, den Körper an die Temperatur gewöhnen und die eigenen Kräfte realistisch einschätzen. Außerdem sollte niemand alleine in offenen Gewässern schwimmen. Bei Erschöpfung, Kältegefühl, Atemnot oder Unsicherheit gilt: sofort das Wasser verlassen.

Die Einsatzkräfte der DLRG leisten ihren Dienst ehrenamtlich. Ausbildung, Übungen und Einsätze erfolgen in der Freizeit – auch bei schwierigen und belastenden Situationen wie dem Unglück am Gaisalpsee.

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Geschrieben von: Leon Dauter

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