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Aktuelles

Zu wenige Wohnungen im Allgäu sind fit fürs Alter – Studie fordert mehr Umbauförderung

today24. Juni 2026

Hintergrund
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Eine Studie des Pestel-Instituts zeigt, dass nur ein kleiner Teil der Wohnungen im Allgäu altersgerecht ist. Im Oberallgäu sind es rund 5.000 von 87.400 Wohnungen, im Ostallgäu etwa 4.600 von 71.900.

Besonders häufig fehlen barrierefreie Bäder und bodengleiche Duschen. Experten warnen vor wachsendem Bedarf durch die Babyboomer-Generation und fordern mehr staatliche Förderung für altersgerechte Umbauten.

Symbolbild: Wohnung/ Foto: Pixabay

Viele Wohnungen im Allgäu sind nicht ausreichend auf eine alternde Gesellschaft vorbereitet. Das zeigt eine Untersuchung des Pestel-Instituts im Auftrag des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel. Demnach erfüllen nur wenige Wohnungen die Voraussetzungen, damit ältere Menschen auch mit Einschränkungen selbstständig zu Hause leben können.

Im Landkreis Oberallgäu verfügen von rund 87.400 Wohnungen nur etwa 5.000 über den wichtigen Standard einer altersgerechten Ausstattung. Im Ostallgäu sind es rund 4.600 von knapp 71.900 Wohnungen. Auch in Kempten und Kaufbeuren ist die Situation ähnlich: In Kempten erfüllen rund 2.200 von 37.000 Wohnungen die Anforderungen, in Kaufbeuren etwa 1.300 von gut 24.000.

Ein zentrales Problem sind die Badezimmer. Eine bodengleiche, gut begehbare Dusche gilt als wichtiges Kriterium für altersgerechtes Wohnen. Diese gibt es im Oberallgäu nur in rund 19.800 Wohnungen, im Ostallgäu in etwa 18.400 Wohnungen. Auch zu enge Bäder, schmale Türen und fehlende Bewegungsflächen erschweren den Alltag für Menschen mit Rollator oder Rollstuhl.

Das Pestel-Institut warnt vor einem wachsenden Bedarf: In den kommenden zehn Jahren gehen im Allgäu zahlreiche Menschen aus der Babyboomer-Generation in Rente. Der Verband fordert deshalb eine größere staatliche Unterstützung für altersgerechte Umbauten – sogenannte „Boomer-Zuschüsse“.

Die Experten sehen vor allem im Umbau bestehender Wohnungen den entscheidenden Schritt. Denn viele ältere Menschen möchten möglichst lange in den eigenen vier Wänden bleiben. Eine Sanierung sei langfristig oft günstiger als ein Umzug in eine Pflegeeinrichtung.

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Geschrieben von: Niklas Bitzenauer

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