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Das Bündnis „Rettet die Berge“ hat in Oberstdorf mit einer Exkursion und Kundgebung gegen Änderungen im Bayerischen 3. Modernisierungsgesetz protestiert. Kritisiert werden vor allem gelockerte Regeln bei Umweltverträglichkeitsprüfungen, die aus Sicht der Teilnehmer den Schutz sensibler Alpenräume schwächen.
Rund 115 Menschen nahmen insgesamt an Begehung und Kundgebung teil. Die Staatsregierung wird aufgefordert, die Umweltstandards wieder zu verschärfen und den Naturschutz zu stärken.

Mit einer Exkursion zur Scheidtobelbahn am Fellhorn und einer anschließenden Kundgebung am Bahnhofsplatz hat das Bündnis „Rettet die Berge“ gegen Änderungen im Bayerischen 3. Modernisierungsgesetz protestiert. Insgesamt beteiligten sich rund 35 Personen an der Begehung, etwa 80 nahmen an der Kundgebung teil.
Im Zentrum der Kritik stehen die angehobenen Schwellenwerte für Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP). Nach Ansicht des Bündnisses führen die neuen Regelungen dazu, dass Auswirkungen von Gesamtprojekten auf Natur und Landschaft nicht mehr ausreichend geprüft und Alternativen weniger berücksichtigt werden. Zudem wird befürchtet, dass die Beteiligung der Öffentlichkeit eingeschränkt wird.
Bei der Exkursion wiesen Vertreter von Umweltverbänden auf ökologisch sensible Lebensräume im Bereich des Scheidtobels hin, die von Seilbahn- und Pistenausbau betroffen seien. Besonders hervorgehoben wurden seltene Biotope sowie geologische Risiken im Gebiet, darunter mögliche Hangrutschungen.
Bei der Kundgebung in Oberstdorf betonten Redner aus Umweltverbänden, Politik und Bergsport, dass notwendige Modernisierungen zwar möglich bleiben müssten, der Schutz sensibler Alpenräume jedoch nicht aufgeweicht werden dürfe. Kritisiert wurde unter anderem, dass Projekte durch eine schrittweise Genehmigung („Salamitaktik“) in ihrer Gesamtwirkung unterschätzt würden.
Das Bündnis „Rettet die Berge“ fordert die Bayerische Staatsregierung auf, die Änderungen im Naturschutzrecht zurückzunehmen und die Standards für Umweltverträglichkeitsprüfungen wieder anzuheben. Nur so könne der Schutz der alpinen Natur langfristig gewährleistet werden.
Geschrieben von: Niklas Bitzenauer
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