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Aktuelles

Bergwacht Oberstdorf: Elf Einsätze in einer Woche – Hitze, Wind und Wanderunfälle fordern Einsatzkräfte

today22. Juni 2026

Hintergrund
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Die Bergwacht Oberstdorf war in der vergangenen Woche gleich elfmal im Einsatz. Insgesamt mussten zehn Patienten versorgt werden. Neben Wanderunfällen sorgten starke Windböen, ein Gleitschirmunfall und mehrere Notfälle im Gemeindegebiet für Arbeit bei den ehrenamtlichen Rettern.

Foto: Bergwacht Oberstdorf / Facebook

Bereits am Sonntag ging bei der Leitstelle die Meldung über einen vermeintlich abgestürzten Gleitschirmflieger am Gaisalpsee ein. Gemeinsam mit dem Rettungshubschrauber Christoph 17 wurde das Gebiet erkundet. Schnell stellte sich heraus: Ein Schneefeld war fälschlicherweise für einen abgestürzten Schirm gehalten worden.

Ebenfalls am Sonntag geriet eine Person am Biberkopf im Rappenalptal in eine gefährliche Situation. Nach einem Ausrutscher im steilen Gelände drohte sie abzustürzen. Trotz starker Windböen gelang die Rettung gemeinsam mit der ARA Flugrettung unverletzt.

Mehrere Wanderer mussten im Laufe der Woche wegen Verletzungen versorgt werden. Am Fellhorn verletzte sich ein Wanderer am Knie und wurde per Hubschrauber in eine Klinik geflogen. Einen Tag später musste am Bolgengrat ein Wanderer mit einer schmerzhaften Fußverletzung per Windenrettung geborgen werden. Oberhalb der Seealpe wurde ein Wanderer mit einer Knöchelverletzung mit dem ATV ins Tal transportiert.

Auch Gleitschirmflieger und Radfahrer waren betroffen. Zwischen Fischen und Obermaiselstein stürzte ein Gleitschirmflieger aus geringer Höhe ab und verletzte sich am Fuß. An der Sesselalpe kam es zu einem Radsturz mit zwei verletzten Personen. Da der Rettungsdienst die Unfallstelle direkt erreichen konnte, wurde der Einsatz der Bergwacht abgebrochen.

Zusätzlich unterstützte die Bergwacht im Ortsgebiet Oberstdorf den Rettungsdienst bei zwei kurz aufeinanderfolgenden Notfällen und übernahm die Erstversorgung bis weitere Rettungsmittel eintrafen.

Die Bergwacht weist angesichts der sommerlichen Temperaturen darauf hin, Touren frühzeitig zu starten, ausreichend Getränke mitzunehmen und auf Sonnen- sowie Kopfschutz zu achten. Zudem können sich Wärmegewitter im Gebirge schnell entwickeln. Wanderer sollten deshalb die Wetterlage stets im Blick behalten und gegebenenfalls rechtzeitig ins Tal zurückkehren.

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Geschrieben von: Leon Dauter

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