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Eine arbeitsreiche Woche liegt hinter der Bergwacht Oberstdorf. Insgesamt rückten die Einsatzkräfte zu elf Einsätzen aus und versorgten dabei zwölf Patientinnen und Patienten. Neben mehreren Hubschraubereinsätzen sorgten vor allem schwierige Wetterbedingungen mit Nebel in den Bergen für zusätzliche Herausforderungen.

Der schwerste Einsatz der Woche ereignete sich am Donnerstag am Nebelhorn. Zunächst war lediglich von einer Armverletzung die Rede. Vor Ort stellte sich jedoch heraus, dass eine Frau rund 30 Meter durch steiles Schrofengelände abgestürzt war und sich dabei schwere Verletzungen zugezogen hatte.
Da aufziehender Nebel die Rettungsarbeiten erschwerte, mussten weitere Einsatzkräfte per Hubschrauber ins Gelände gebracht werden. Nach der notfallmedizinischen Versorgung wurde die Verletzte in ein Krankenhaus geflogen.
Auch an anderen Orten waren Hubschrauberrettungen erforderlich. Im Bereich der Roßgund verletzte sich eine Wanderin am Sprunggelenk und konnte ihren Weg nicht mehr fortsetzen. Sie wurde per Windenrettung aus dem Gelände geholt.
Ebenfalls am Freitag musste ein Patient nach einem Sturz auf dem Gleitweg mit einer Wirbelsäulenverletzung per Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht werden.
Am Samstag verletzte sich eine Frau am Seealpsee bei einem Sturz am Kopf. Eine Bergretterin wurde zur Unfallstelle geflogen, unterstützte die medizinische Versorgung und begleitete den anschließenden Transport ins Krankenhaus.
Bereits am vergangenen Sonntag beteiligte sich die Bergwacht gemeinsam mit der Alpinen Einsatzgruppe an einer Suchaktion im Bereich der Rappenseehütte. Ein als vermisst gemeldeter Bergsteiger konnte schließlich wohlbehalten aufgefunden werden.
Daneben unterstützten die Einsatzkräfte mehrfach erschöpfte Wanderer. Am Schlappoldsee und bei Gerstruben benötigten zwei ältere Wanderer nahezu zeitgleich Hilfe. Ein weiterer erschöpfter Wanderer wurde am Freibergsee mit einem Geländefahrzeug ins Tal gebracht und dem Rettungsdienst übergeben.
Besonders herausfordernd gestaltete sich ein internistischer Notfall an der Kemptner Hütte. Aufgrund dichter Nebelfelder musste ein Rettungshubschrauber den Anflug abbrechen. Daraufhin rückte eine Bergrettungsmannschaft gemeinsam mit einem Bergwacht-Notarzt über die Materialseilbahn zur Hütte vor. Erst zu später Stunde konnte der Patient sicher ins Tal gebracht werden.
Auch eine Mountainbikerin mit Kreislaufproblemen an der Dietersbachalpe musste von der Bergwacht versorgt und anschließend in eine Klinik gebracht werden.
Die vergangene Woche zeigt erneut, wie vielfältig die Einsätze der Bergwacht Oberstdorf sind – von Suchaktionen über medizinische Notfälle bis hin zu technisch anspruchsvollen Rettungen im alpinen Gelände. Erschwert wurden viele Einsätze dabei durch die wechselhafte Witterung und immer wieder aufziehenden Nebel in den Bergen.
Geschrieben von: Redaktion
Allgäu alpen bayern berge bergrettung bergwacht Nebel Oberstdorf Sucheinsatz und schwerer Absturz am Nebelhorn: Bergwacht Oberstdorf mehrfach gefordert wanderer