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Sport

EV Füssen verlängert mit Ondrej Zelenka – Stürmer geht in seine siebte Saison am Kobelhang

today12. Juni 2026

Hintergrund
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Seit 2013 ist er fast durchgängig im Trikot des EV Füssen unterwegs und das bleibt auch so. Stürmer Ondrej Zelenka hat seinen Vertrag für eine weitere Spielzeit am Kobelhang verlängert, es wird seine siebte komplette in der ersten Mannschaft sein. Zuvor war der im tschechischen Teplice geborene Angreifer aber auch schon im BEV-Bereich für den EVF zu ersten Einsätzen gekommen.

Foto: EVF

In der letzten Saison hatte Ondrej zu Beginn wie viele andere auch seine Schwierigkeiten, steigerte sich aber dann deutlich und war in den Pre-Playoffs sogar bester Scorer des Vereins.

Im Jahr 2013 war Ondrej Zelenka aus Bad Nauheim in den Nachwuchs des EV Füssen gewechselt und gehörte dort sowohl in der Schüler-Bundesliga als auch in der DNL zu den besten Scorern im schwarz-gelben Trikot. In der Bayernliga debütierte er dann auch in der ersten Mannschaft und wurde auch nach dem Aufstieg in die Oberliga zu einem wichtigen Aktivposten im Team. Weitere Erfahrung holte sich der mittlerweile 26-Jährige vor drei Jahren, als er für eine Spielzeit in der Bayernliga für die Kemptener Sharks auflief. Dort war er in anderer Rolle drittbester Scorer. Für den EVF bestritt Ondrej bislang 289 Partien, die zweitmeisten seit Neugründung, und scorte dabei 35 Tore und 57 Vorlagen. In der letzten Spielzeit feierte er mit 22 Zählern aus 48 Partien zudem seine bisher beste Ausbeute in der Oberliga.

EVF-Vorstand Jörg Noack: ‌“Mit Ondra haben wir mit einem weiteren Eigengewächs verlängert, das über die Saison den nächsten Schritt gemacht hat. Je länger die Spielzeit ging, desto stärker und reifer ist Ondrej geworden – und er hat sich bei uns als wichtiger Stürmer etabliert. Er setzt mit seiner Spielanlage immer wieder Akzente, übernimmt Verantwortung und war zuletzt auch im Bullyspiel ein echter Faktor. Was ich an ihm zusätzlich sehr schätze: Er zieht sein Programm nicht nur auf dem Eis durch. Er hat in der letzten Saison seine Weiterbildung bei unserem Sponsor ISAS GmbH erfolgreich abgeschlossen und wird darauf jetzt weiter aufbauen und ein Studium beginnen. Genau das steht für unseren Weg in Füssen: Ausbildung, Beruf bzw. Studium und Oberliga-Eishockey miteinander vereinbaren – und sich in allen Bereichen weiterentwickeln. Umso mehr freut es mich, dass Ondra bei uns bleibt und diesen Weg weitergeht.“

Im Gespräch mit Ondrej Zelenka

Ondra, du gehst deinen Weg beim EV Füssen weiter. Was war für dich der wichtigste Grund, erneut am Kobelhang zu verlängern? Und was bedeutet es dir, nicht nur Teil einer Saison, sondern Teil einer Entwicklung dieses Vereins zu sein?

Ehrlich gesagt war das für mich gar keine große Entscheidung. Ich spiele schon lange hier, der Kern der Füssener Jungs sind gute Freunde von mir und da fühlst du dich einfach zuhause. Das ist nicht irgendein Verein für eine Saison, das ist über die Jahre was Gewachsenes. Und mich reizt grad richtig, wo der EVF hinwill, da ist Bewegung drin, da entsteht was. Deshalb war für mich klar, dass ich mit den Jungs zusammen weitergehe.

Du hast dich über die vergangene Saison immer mehr gesteigert. Was war für dich der Schlüssel dafür? Und wie wichtig war für dich das Vertrauen – vom Trainerteam und vom Verein?

Da gibt’s kein großes Geheimnis, ich hab einfach Spiel für Spiel weitergemacht und an meinen Sachen gearbeitet. Und klar hilft’s, wenn du merkst, dass dir das Trainerteam und der Verein vertrauen. Wenn du weißt, man traut dir die Rolle zu und hält dir den Rücken frei, dann spielst du freier und traust dich auch mal was. Das hat mir über die Saison echt geholfen.

Jörg Noack sagt, dass du dich als wichtiger Stürmer etabliert hast. Wie siehst du deine Rolle im Team selbst?

Ich seh mich als Spielmacher. Ich will das Spiel lesen, lenken und die Jungs in Szene setzen – mir geht’s nicht in erster Linie um meine eigenen Tore. Wenn meine Mitspieler um mich rum besser zur Geltung kommen, dann hab ich meinen Job gemacht. Und in die Verantwortung als wichtiger Stürmer wachse ich gern rein.

Was willst du in der kommenden Saison persönlich auf das nächste Level bringen?

Konstanter werden, das ist das Hauptding. Die guten Phasen über die ganze Saison halten und nicht nur zwischendurch. Körperlich dranbleiben, aber auch im Kopf noch schneller werden, die richtige Entscheidung treffen. Da will ich den nächsten Schritt gehen.

Was muss die Mannschaft in der kommenden Saison aus deiner Sicht ausstrahlen, damit sie erfolgreich ist?

Wir müssen eine Mannschaft sein, auf die Verlass ist – jeder für jeden. Dass wir auch in schwierigen Spielen zusammenbleiben und nicht auseinanderfallen, das ist für mich das Wichtigste. Wenn der Gegner und auch die Zuschauer merken, dass wir als Einheit auftreten und keinen Puck herschenken, dann sind wir erfolgreich.

Neben dem Eishockey hast du deine Weiterbildung bei ISAS abgeschlossen und beginnst jetzt ein Studium. Wie wichtig ist dir dieser Weg neben dem Sport?

Das ist mir schon sehr wichtig. Ich hab meine wichtige Weiterbildung fertig gemacht und fang jetzt das Master-Studium an, parallel zur Arbeit im Ingenieurbüro. Beides unter einen Hut zu kriegen ist nicht immer leicht, aber es gibt mir auch viel, die zwei Welten ergänzen sich für mich ganz gut. Der Sport hält den Kopf frei, und die Disziplin vom Eishockey nimmst du auch mit in den Job und ins Studium.

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Geschrieben von: Leon Dauter

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