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Im städtischen Kinderhaus Blattneiweg beschäftigen sich Kinder derzeit auf kreative Weise mit der Geschichte ihres Stadtteils Neugablonz. Im Mittelpunkt steht dabei der sogenannte Rüdiger-Brunnen, der eng mit der Entstehung des Stadtteils nach dem Zweiten Weltkrieg verbunden ist.

Neugablonz entstand, als viele vertriebene Sudetendeutsche aus dem ehemaligen Gablonz an der Neiße in den Raum Kaufbeuren kamen. Mit ihnen brachten sie handwerkliches Können und Traditionen mit, die den Stadtteil bis heute prägen – insbesondere die Schmuck- und Glasindustrie.
Auch der Rüdiger-Brunnen steht symbolisch für diese Verbindung zur alten Heimat. Die Figur stammt ursprünglich von Franz Metzner und stand einst in Gablonz an der Neiße, bevor sie nach Neugablonz gebracht wurde. Heute gilt sie als Wahrzeichen und Erinnerung an Neuanfang und Herkunft zugleich.
Im Kinderhaus setzen sich die Kinder nun spielerisch mit dieser Geschichte auseinander und basteln aus Pappmaché eigene Figuren, die an den Rüdiger erinnern. Begleitet wird das Projekt von Pädagogin Monika Ecker, die den Kindern die historischen Hintergründe altersgerecht näherbringt.
Unterstützt wird das Projekt von der Idee, Geschichte erlebbar zu machen. Die entstandenen Figuren werden vom 13. bis 19. Juni auch im Musikcafé Times Square in Neugablonz ausgestellt und der Öffentlichkeit präsentiert.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu basteln kinder Kinderhaus