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Für Oberstdorf könnte der Mittwoch zu einem wichtigen Tag in der Geschichte des deutschen Wintersports werden. Beim Kongress des internationalen Skiverbands FIS in Belgrad wird entschieden, welcher Austragungsort den Zuschlag für die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2031 erhält. Die Allgäuer Gemeinde gehört zu den Favoriten. Mit der Bewerbung verfolgt Oberstdorf das Ziel, eines der bedeutendsten Wintersportereignisse erneut in die Region zu holen. Unterstützung kommt dabei auch von prominenten Sportlern. Skispringer Karl Geiger, der aus Oberstdorf stammt, sieht in einer erfolgreichen Bewerbung eine Anerkennung der langjährigen Arbeit vor Ort und eine große Chance für die gesamte Region.

Im Rennen um die Titelkämpfe steht Oberstdorf lediglich einem Mitbewerber gegenüber: dem slowenischen Wintersportzentrum Planica. Die Konkurrenz verfügt zwar ebenfalls über moderne Anlagen und Erfahrung bei Großveranstaltungen, richtete die Weltmeisterschaften jedoch erst vor wenigen Jahren aus. Beobachter sehen deshalb Vorteile auf deutscher Seite.
Die Bekanntgabe der Entscheidung wird am Abend erwartet.
Besonders eng mit der Bewerbung verbunden ist die Erinnerung an die Weltmeisterschaften 2021. Damals fanden die Wettkämpfe wegen der Corona-Pandemie ohne Zuschauer statt. Obwohl die Organisation als erfolgreich galt, fehlte die Atmosphäre eines internationalen Großereignisses mit Fans aus aller Welt.
Viele Verantwortliche und Anhänger wünschen sich daher seit Jahren eine neue Gelegenheit, die Veranstaltung unter normalen Bedingungen auszurichten.
Oberstdorf zählt seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Wintersportorten Deutschlands. Die Gemeinde war bereits mehrfach Gastgeber von Nordischen Ski-Weltmeisterschaften und ist zudem durch das Auftaktspringen der Vierschanzentournee international bekannt.
Ein Zuschlag für 2031 würde die Rolle des Ortes als eines der wichtigsten Zentren des nordischen Skisports weiter stärken. Weltweit gibt es nur wenige Standorte, die häufiger Austragungsort einer Nordischen Ski-WM waren.
Ursprünglich hatte Oberstdorf andere langfristige Pläne verfolgt. Erst nachdem sich ein möglicher Bewerber aus Österreich aus dem Rennen zurückgezogen hatte, entschieden sich die Verantwortlichen dazu, bereits für die WM 2031 anzutreten.
Innerhalb Deutschlands setzte sich das Allgäu anschließend gegen weitere interessierte Wintersportstandorte durch und erhielt den Zuschlag als nationale Kandidatur.
Neben der sportlichen Bedeutung wäre eine Weltmeisterschaft auch wirtschaftlich ein wichtiger Impuls. Hotels, Gastronomie und Tourismusbetriebe würden von einem solchen Großereignis profitieren. Gleichzeitig könnte sich die Region einem internationalen Publikum präsentieren.
Ob Oberstdorf tatsächlich den Zuschlag erhält, entscheidet sich nun in Belgrad. Für den traditionsreichen Wintersportort könnte damit ein neues Kapitel seiner WM-Geschichte beginnen.
Geschrieben von: Thomas Häuslinger
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