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Anzeige: Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit GranataPet.
Jeden Monat präsentiert AllgäuHIT in Kooperation mit dem Werbepartner GranataPet Tipps und Wissen für den Alltag mit Hund oder Katze. Letztes Mal ging es um das Thema Zecken bei Hunden und Katzen.
In der aktuellen Maiausgabe von „Tierwissen to go“ stand das Thema „Sprache der Tiere“ im Fokus. Hier gibt es das Gespräch aus der Radiosendung zwischen Moderatorin Uschi Binkert sowie Kathrin und Deborah von GranataPet zum Nachlesen:

Wir können miteinander sprechen. Tiere haben natürlich auch ihre eigene Sprache. Die meisten Tierbesitzer würden wahrscheinlich sagen: „Ich weiß ganz genau, was mein Tier will.“ Tiere können ja auch kommunizieren. Sie knurren, winseln, bellen oder miauen, sie legen die Ohren zurück oder ziehen den Schwanz ein. Aber gerade wenn wir beim Miauen der Katze bleiben, ist das ja eigentlich ein eher ungewöhnliches Kommunikationsmittel für uns, nicht wahr?
Ja, so ist es. Tatsächlich auch unter älteren Katzen. Eigentlich stammt das Miauen von Katzenbabys, die damit mit ihrer Mutter kommunizieren. Im Erwachsenenalter miauen Katzen untereinander normalerweise nicht mehr. Sie miauen quasi nur für uns Menschen und setzen das ganz gezielt ein, um Futter oder Aufmerksamkeit zu bekommen. Und sie variieren dabei sogar je nach Mensch. Es gibt Studien, die zeigen, dass Katzen bei Männern lauter und intensiver miauen. Manche Frauen kennen das ja auch: Manchmal hören Männer nicht direkt so gut und dann muss man eben etwas lauter sein.
Und das haben sogar die Katzen schon verstanden. Aber das stimmt, es gibt wirklich ganz unterschiedliche Arten des Miauens, nenne ich es jetzt mal. Und ein vielleicht manchmal unterschätztes Signal ist auch das Blinzeln bei der Katze.
Ja, das ist eigentlich etwas richtig Schönes, das nennt man auch das Katzenlächeln. Wenn eine Katze dir ihr Katzenlächeln zuwirft, darfst du auch gerne zurücklächeln, indem du ganz langsam einmal blinzelst. In der Regel kommt dann sogar noch einmal ein Katzenlächeln zurück.
Die Miezekatzen lächeln uns also an. Wenn wir bei den Hunden auf Kommunikationssignale schauen, gibt es da ja vor allem ein Problem: Viele können gar nicht mehr richtig kommunizieren, sowohl mit uns als auch untereinander, richtig?
Ja, richtig. Hunde haben natürlich ihre Körpersprache, die sie nutzen. Dazu gehören ihre Mimik, das Ohrenspiel und auch die Rute. Aber viele Tiere sind rassebedingt gar nicht mehr richtig dazu fähig, richtig zu kommunizieren. Beispielsweise Hunde mit sehr großen, schweren Schlappohren, die ihre Ohren nicht mehr richtig stellen können. Hunde mit kupierten Ruten können ihre Rute nur eingeschränkt oder gar nicht mehr zur Kommunikation nutzen. Und Rassen mit sehr kurzen Schnauzen, wie der Mops oder die Bulldogge, haben nicht mehr die natürliche Mimik eines Hundes. Das bedeutet: Für uns Menschen ist es schwerer, diese Hunde zu lesen, aber auch in der Begegnung mit anderen Hunden sind sie schwieriger einzuschätzen.
Aber jetzt gehen wir mal von denen aus, die das tatsächlich noch gut können. Da ist es, finde ich, fast noch ein bisschen deutlicher und vielfältiger als bei der Katze.
Ja, richtig. Die Körpersprache von Hunden ist unglaublich vielfältig und auch sehr kleinteilig. Am besten sieht man das zum Beispiel bei der Rute. Der Mensch denkt ja oft klassisch: Die Rute wedelt, also freut sich der Hund. Aber so einfach ist das überhaupt nicht. Die Rute kann unglaublich viel aussagen. Zum Beispiel macht es einen großen Unterschied, ob die Rute ganz steif nach oben aufgerichtet ist und dabei wedelt oder ob sie tief zwischen den Beinen eingeklemmt ist und dort wedelt. Das sind zwei völlig unterschiedliche Aussagen. Wenn der Hund die Rute einzieht und dabei wedelt, ist das eher Beschwichtigung und Vorsicht. Das andere signalisiert eher: „Hey, ich bin total angespannt.“ Da steckt viel mehr Energie in der Körpersprache.
Stichwort Unterschiede: Bei Hund und Katze haben ja oft die gleichen sichtbaren oder hörbaren Anzeichen eine ganz unterschiedliche Bedeutung. Sprich, sie sprechen einfach unterschiedliche Sprachen.
Genau, sie sprechen unterschiedliche Sprachen und trotzdem sind sie fähig, sich gegenseitig zu verstehen. Vor allem beim Hund ist das ganz spannend. Hunde beobachten andere Tiere und natürlich auch uns Menschen sehr genau und sind sogar in der Lage, manche Dinge zu adaptieren. Manche Hunde erkennen zum Beispiel das Lächeln eines Menschen und imitieren es dann selbst, obwohl es das in der Hundesprache eigentlich gar nicht gibt.
Und man merkt das tatsächlich auch, wenn Hund und Katze miteinander aufwachsen. Da ist mir schon oft aufgefallen, dass sie lernen, sich zu verständigen, auch wenn die Grundsprache eigentlich eine ganz andere ist. Aber ich glaube, abschließend ist vor allem eines wichtig: Egal ob Hund, Katze oder jede andere Tierart, man sollte als Tierbesitzer auf die Sprache der Tiere achten, sie beobachten und sich damit beschäftigen. Denn die Tiere haben uns wirklich viel zu sagen.
„Tierwissen to go“ erscheint einmal pro Monat bei AllgäuHIT. Die Rubrik wird in Kooperation mit unserem Werbepartner GranataPet präsentiert. Weitere Infos unter https://www.granatapet.de/
Geschrieben von: Redaktion
Allgäu Haustiere Kempten Tierwissen to go