Listeners:
Top-Hörer:
AllgäuHIT
play_arrow
AllgäuHIT-Kaffeeklatsch: mit Rebecca Simoneit-Barum vom Zirkus Charles Knie
play_arrow
„Rund um“ in Lindau am Bodensee: Ein Segelrennen mit Tradition und Flair Thomas Häuslinger
play_arrow
„Rund um“ in Lindau am Bodensee: Ein Segelrennen mit Tradition und Flair Thomas Häuslinger
Anzeige: Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit GranataPet.
Jeden Monat präsentiert AllgäuHIT in Kooperation mit dem Werbepartner GranataPet Tipps und Wissen für den Alltag mit Hund oder Katze. Letztes Mal ging es unter anderem um das Thema Hunde- und Katzenfutter.
In der aktuellen Aprilausgabe von „Tierwissen to go“ stand das Thema „Zecken bei Hunden und Katzen“ im Mittelpunkt. Hier gibt es das Gespräch aus der Radiosendung zwischen Moderatorin Uschi Binkert sowie Kathrin und Deborah von GranataPet zum Nachlesen.

Wir sind mittlerweile im Frühjahr angelangt und damit auch in der Zeckenzeit. Früher kamen die ja erst ab etwa Mai. Jetzt, mit den Klimaveränderungen, haben wir eigentlich fast ganzjährig mit Zecken zu tun. Das ist die Feststellung. Die Frage dazu ist natürlich: Ist das wirklich ein dramatisches Thema bei Hund und Katze, also bei unseren Tieren? Sind Zecken überhaupt ein Problem?
Ja, auf jeden Fall. Leider gehen davon auch gesundheitliche Gefahren aus. Zecken können verschiedene Krankheiten übertragen, zum Beispiel Borreliose, FSME oder Anaplasmose. Es gibt also einige Erreger, die Zecken in sich tragen, die sowohl auf das Tier als auch auf den Menschen übergehen können. Deshalb sind sie nicht ganz ungefährlich.
Und das sind ja tatsächlich Krankheiten, die nicht nur so larifari sind, sondern wirklich ernsthafte Probleme verursachen können, im dümmsten Fall, wenn es ganz schlimm läuft, sogar zum Tod des Tieres führen können. Also sprich, wir müssen etwas dagegen tun. Was machen wir denn am besten? Was funktioniert denn am besten? Der Markt hat ja unendlich viele Mittel und Möglichkeiten.
Ja genau, da hast du recht. Es gibt ganz verschiedene Varianten und da muss man für sich selbst und für das Tier entscheiden, was am besten passt. Beispielsweise kann man mit Zeckentabletten, die etwa zwölf Wochen lang wirken, dem Ganzen entgegenwirken. Oder mit Spot-on-Präparaten, die man dem Hund oder der Katze einfach in den Nacken gibt. Dabei muss man aber auch einiges beachten, zum Beispiel, dass sich das Spot-on-Präparat auf der Haut und im Fell verteilt. Das heißt, ich sollte meinen Hund nicht direkt danach baden oder ins Gewässer schicken, auch um das Gewässer zu schützen. Das Gleiche gilt für Zeckenschutz-Halsbänder. Die können auch gut eine ganze Saison halten, aber wenn ich zum Beispiel Kinder zu Hause habe, die mit dem Tier schmusen, habe ich dieses Mittel, das im Halsband enthalten ist, eben auch beim Kontakt mit dabei.
Das heißt, ich muss einfach ein bisschen abwägen. Der Nutzen ist da und es ist notwendig, bringt aber eben auch das eine oder andere Übel mit sich. Aber durch gutes Zureden verschwinden die Zecken halt nicht einfach. Jetzt ist es so: Manche Tierbesitzer sagen, mein Tier kriegt das überhaupt nicht, der hat das gar nicht. Gibt es denn wirklich Unterschiede bei den Tieren, dass manche mehr oder weniger, ich nenne es jetzt mal, anfällig für Zecken sind? Ich meine, die streifen ja alle durch das gleiche Gras.
Also an der Felllänge kann man es zum Beispiel nicht festmachen, dass eine Katze mit längerem Fell eher oder weniger etwas mit nach Hause bringt. Es geht schon eher um die Gewohnheiten. Also wie viel Zeit verbringt das Tier im hohen Gras oder meidet es das eher, weil es das vielleicht gar nicht so gerne mag. Es kommt also eher auf das Verhalten an.
Wenn mein Hund oder meine Katze so eine Zecke mit nach Hause gebracht hat: Wie handle ich denn jetzt am sinnvollsten? Ich glaube, warten wäre der falsche Weg.
Ja, auf jeden Fall. Es ist immer gut, seinen Hund nach jedem Gassigehen noch einmal abzusuchen, vielleicht auch ein bisschen abzubürsten. So kann man oft schon verhindern, dass die Zecke überhaupt zubeißt. Wenn man dann aber eine gefunden hat, ist es ganz wichtig, sie sofort zu entfernen. Denn je länger die Zecke dranhängt, desto mehr Speichel gibt sie in das Tier ab und desto mehr Erreger kann sie übertragen. Das heißt: Je früher ich sie erwische, desto besser. Das Entfernen ist eigentlich ganz einfach. Man legt das Fell zur Seite und spannt die Haut ein wenig, indem man sie leicht auseinanderzieht. Dann kann man eine Zeckenzange oder ein entsprechendes Werkzeug verwenden, auch eine Pinzette ist möglich. Wer sich traut, kann die Zecke auch mit den Fingern entfernen. Dann zieht man sie heraus, entweder gerade oder leicht drehend, beides funktioniert. Anschließend sollte man die Zecke töten, auch wenn es brutal ist. Wenn man sie nämlich einfach in den Mülleimer wirft, kann es passieren, dass sie wieder herauskriecht.
Das wäre natürlich schlecht, denn wir wissen ja: Zecken sind auch für uns Menschen gefährlich. Auch wir können diese Krankheiten bekommen. Sobald die Zecke wieder hungrig ist, geht sie erneut auf die Suche. Wenn sie dann uns findet, dann sind wir eben betroffen. Es ist ja auch so, dass es immer mehr Zeckenarten bei uns in der Region gibt. Dann würde ich sagen: Wir wünschen allen Haustierhaltern eine möglichst zeckenfreie Saison. Und im Zweifelsfall gilt: Guten Rat gibt es immer beim behandelnden Tierarzt.
„Tierwissen to go“ erscheint einmal pro Monat bei AllgäuHIT. Die Rubrik wird in Kooperation mit unserem Werbepartner GranataPet präsentiert. Weitere Infos unter https://www.granatapet.de/
Geschrieben von: Redaktion
Allgäu Haustiere Tierwissen to go Zecken