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Zwei Bauunternehmer aus dem Allgäu stehen im Verdacht, Sozialkassen und die Rentenversicherung in großem Stil geschädigt zu haben. Laut einer Anklage der Staatsanwaltschaft Kempten sollen die Brüder über Jahre hinweg Schwarzarbeit organisiert und dabei einen Schaden von mehr als 1,3 Millionen Euro verursacht haben.

Der Hauptangeschuldigte betrieb mehrere Firmen im Raum Sonthofen und Blaichach im Bereich Eisenflechterarbeiten. Sein Bruder soll ihn dabei unterstützt haben, unter anderem auf Baustellen sowie bei der Organisation der Geschäfte.
Nach Erkenntnissen der Ermittler sollen zwischen 2017 und 2022 Scheinrechnungen über angebliche Subunternehmen in Höhe von insgesamt rund 1,14 Millionen Euro erstellt worden sein. Tatsächlich habe es sich dabei laut Anklage um Konstrukte gehandelt, mit denen Schwarzlohnzahlungen verschleiert wurden.
Zusätzlich wirft die Staatsanwaltschaft den Beschuldigten vor, Arbeitnehmer nicht oder nicht korrekt bei der Sozialversicherung gemeldet und dadurch Beiträge in Höhe von rund 667.000 Euro vorenthalten zu haben. Auch an die Sozialkasse der Bauwirtschaft seien demnach über 220.000 Euro nicht abgeführt worden.
Insgesamt geht es um 75 einzelne Fälle von mutmaßlichem Vorenthalten von Sozialabgaben sowie Betrug. Die Angeklagten sollen sich dadurch eine „fortlaufende Einnahmequelle“ verschafft haben.
Der Bruder des Hauptangeschuldigten wird wegen Beihilfe beschuldigt. Beide müssen sich nun vor dem Landgericht Kempten verantworten. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu bauunternehmen Geld Klage