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Der Bund Naturschutz (BN) hat die aktuellen Pläne für den Ausbau der Bundesstraße 12 zwischen Kempten und Buchloe scharf kritisiert. In einer 27-seitigen Stellungnahme zum zweiten Bauabschnitt bei Kaufbeuren bemängelt der Verband vor allem den geplanten autobahngleichen Vollausbau als überholt und klimaschädlich.

Als Hauptkritikpunkte nennt der BN den fehlenden Bedarf für einen derart großzügigen Ausbau, die negativen Auswirkungen auf Klima, geschützte Biotope und Arten sowie den hohen Flächenverbrauch und die Rodung von Bannwäldern. BN-Landesvorsitzender Martin Geilhufe erklärte: „Der geplante über 50 Kilometer lange Ausbau ohne Geschwindigkeitsbegrenzung konterkariert alle Bemühungen um klimafreundlichen Verkehr. Das Geld wäre besser in das Allgäuer Eisenbahnnetz investiert.“
Auch die Kreisgruppe Ostallgäu-Kaufbeuren sieht die Pläne als überdimensioniert: Bei Obergermaringen soll die Straße inklusive Lärmschutzwand fast 60 Meter breit werden. BN-Ortsgruppenleiterin Martina Wischhöfer warnt vor erheblichen Eingriffen in die Natur und zusätzlicher Lärmbelastung für Kaufbeuren.
Die Unterlagen für den Ausbau zwischen Kaufbeuren-Hirschzell und Untergermaringen können derzeit öffentlich eingesehen werden. Bereits gegen den ersten Abschnitt zwischen Buchloe und Untergermaringen haben der Bund Naturschutz, die Stadt Buchloe und die Gemeinde Jengen Klage eingereicht. Auch für den zweiten Abschnitt prüft der BN rechtliche Schritte und appelliert an die Politik, eine weniger massive Planung zu unterstützen.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu B12 Bundnaturschutz Kaufbeuren