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Politik

Helikopter im Einsatz: Große Katastrophenschutz-Übung im Westallgäu geplant

today22. März 2026

Hintergrund
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Extremwetterereignisse, Naturkatastrophen und eine zunehmend angespannte sicherheitspolitische Lage stellen den Zivil- und Bevölkerungsschutz in Deutschland vor neue Herausforderungen. Um im Ernstfall schnell und effektiv helfen zu können, ist eine enge Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen entscheidend. Genau diese Zusammenarbeit trainieren Bundeswehr, Bergwacht und Technisches Hilfswerk im Rahmen einer gemeinsamen Übung im Westallgäu.

Quelle (THW/ Thomas Kaleja)

Die Übung ist für Mittwoch, 25. März, geplant. Als Ausweichtermin ist Donnerstag, 26. März, vorgesehen. Der genaue Termin richtet sich nach den aktuellen Wetterverhältnissen.

Im Mittelpunkt steht das Zusammenspiel zwischen zivilen Einsatzkräften und militärischer Luftunterstützung. Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks trainieren gemeinsam mit der Bundeswehr den Transport von Personal und Material in schwer zugängliches Gelände sowie den Aufbau einer temporären Infrastruktur zur Unterstützung von Einsatzlagen – in Zusammenarbeit mit der Bergwacht.

Teil der Übung ist unter anderem die Errichtung eines Versorgungsstützpunktes sowie der Aufbau einer mobilen Stromversorgung in einem alpinen Geländeabschnitt im Bereich des Hochgrats. Hierfür werden Material, Ausrüstung und Einsatzkräfte mittels Hubschrauber in das Übungsgebiet transportiert.

An der Übung nehmen rund 40 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks teil. Unterstützt werden sie durch mehrere Hubschrauber der Bundeswehr. Zum Einsatz kommt unter anderem ein Transporthubschrauber CH-53 des Hubschraubergeschwaders 64 aus Laupheim, der insbesondere für den Transport schwerer Lasten eingesetzt wird.

Darüber hinaus werden mehrere leichte Unterstützungshubschrauber (LUH) eingesetzt, die Personal und Material transportieren. Zusätzlich ist eine Such- und Rettungsmaschine (SAR) vom Heeresflugplatz Niederstetten vorgesehen.

Thomas Kaleja, Ortsbeauftragter des THW Lindenberg, betont die Bedeutung der Übung:
„Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass Extremwetterlagen und großflächige Schadensereignisse auch in unserer Region jederzeit möglich sind. Gleichzeitig verändert sich die sicherheitspolitische Lage in Europa. Umso wichtiger ist es, dass Organisationen wie Bundeswehr und THW ihre Zusammenarbeit regelmäßig trainieren und ihre Fähigkeiten im Bevölkerungsschutz miteinander verzahnen.“

Auch die Bundeswehr unterstreicht die Relevanz solcher Übungen. Der zuständige Presseoffizier erklärt:
„Die Unterstützung ziviler Einsatzkräfte im Rahmen der Amtshilfe gehört zu den wichtigen Aufgaben der Bundeswehr. Gemeinsame Übungen ermöglichen es allen Beteiligten, Abläufe zu erproben und im Ernstfall schnell und effektiv zusammenzuarbeiten.“

Hinweis für die Bevölkerung

Im Zusammenhang mit der Übung kann es am 25. März bzw. am Ausweichtermin 26. März im Raum Lindenberg und Weiler im Allgäu sowie im Bereich der Nagelfluhkette rund um den Hochgrat und die Oberstiegalpe zu vermehrten Hubschrauberbewegungen kommen.

Der Abflug erfolgt aus dem Raum zwischen Lindenberg und Weiler. Von dort werden Einsatzkräfte sowie Material in das Übungsgebiet am Hochgrat transportiert.

Die Flugbewegungen finden voraussichtlich vom Vormittag bis in den Nachmittag statt und sind zeitlich begrenzt.

Verkehrsbehinderungen während der Übung

  • Straßensperrungen: Schreckenmanklitzer Straße und Ruppenmanklitzer Straße (kurzzeitig bei Starts und Landungen)
  • Zeitraum: 25. März 2026, 08:30 bis 17:00 Uhr
  • Ausweichtermin: 26. März 2026
  • Umleitung: Über Ruppenmanklitzer Straße (max. ca. 5 Minuten Wartezeit)
  • Anliegerverkehr: Frei, jedoch kurzzeitige Vollsperrungen möglich
  • Hinweis: Geschwindigkeit im Übungsbereich auf 10 km/h reduziert

Sicherheitswarnung für Zuschauer

Zu Ihrer eigenen Sicherheit wird dringend gebeten, während der Übung ausreichend Abstand zu den Einsatzorten und den Hubschrauberbewegungen einzuhalten. Der empfohlene Mindestabstand beträgt 150 Meter.

Der Übungsbereich sowie die Flugzonen können potenziell gefährliche Situationen beinhalten, insbesondere bei Starts, Landungen und Materialtransporten. Bei Flugbewegungen in Bodennähe entstehen starke Luftströme und Verwirbelungen, wodurch Gegenstände aufgewirbelt werden können.

Bitte beachten Sie unbedingt die Anweisungen der Einsatzkräfte – Ihre Sicherheit hat oberste Priorität.

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Geschrieben von: Leon Dauter

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