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Nach jahrelanger Planung steht fest: Im Allgäu sollen künftig auf 1,46 Prozent der Gesamtfläche Windkraftanlagen Vorrang vor anderen Bauprojekten haben. Das hat der Regionale Planungsverband Allgäu in einer Sitzung in Marktoberdorf einstimmig beschlossen. Insgesamt geht es um rund 4870 Hektar Fläche.

Die ausgewiesenen Vorranggebiete verteilen sich über die Region, besonders betroffen sind jedoch Kommunen im Ostallgäu. Dort könnten künftig mehrere neue Windräder entstehen. Allerdings bedeutet die Ausweisung nicht automatisch, dass auf jeder Fläche tatsächlich Anlagen gebaut werden. Vor jedem Projekt müssen unter anderem Wirtschaftlichkeit, Genehmigungen und Umweltauflagen geprüft werden.
Bei der Planung wurden zahlreiche Faktoren berücksichtigt, darunter Abstände zu Wohngebäuden, Naturschutzgebiete, Windverhältnisse sowie militärische Sperrgebiete. Auch Hinweise aus der Bevölkerung sind eingeflossen: Rund 750 Stellungnahmen gingen beim Planungsverband ein und wurden geprüft.
Der Beschluss hängt auch mit gesetzlichen Vorgaben zusammen. Bis Ende 2027 müssen Regionen mindestens 1,1 Prozent ihrer Fläche für Windkraft ausweisen, bis 2032 sogar 1,4 Prozent. Der Planungsverband hat sich entschieden, dieses Ziel bereits jetzt zu erfüllen, um spätere aufwendige Planungsverfahren zu vermeiden.
Kritik kam unter anderem von Windkraft-Gegnern, die einen stärkeren Eingriff in Landschaft und Natur befürchten. Gleichzeitig sehen Befürworter darin einen wichtigen Schritt für die Energiewende in der Region.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu Ostallgäu planungsverband windkraftanlagen