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Verschiedenes

Verdrängen digitale Trends unsere klassischen Hobbys?

today25. Februar 2026

Hintergrund
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Wer am Wochenende durch das Allgäu wandert oder an den Ufern des Bodensees spazieren geht, könnte meinen, die Welt sei noch vollkommen analog. Die Berge sind voll, die Radwege belebt und in den Biergärten wird angestoßen. Doch der Schein trügt ein wenig, denn sobald die Sonne untergeht oder das Wetter umschlägt, greift ein Großteil der Menschen zum Smartphone, Tablet oder der Fernbedienung.

Eine Frau radelt am Bodensee / Foto: Pixabay

Die Art und Weise, wie wir unsere freie Zeit gestalten, hat sich in den letzten Jahren fundamental gewandelt. Was früher der Stammtisch oder der Vereinssport war, konkurriert heute mit einer schier unendlichen Auswahl an digitalen Möglichkeiten.

Grenzenlose Möglichkeiten in der digitalen Spielewelt

Die Technologie ermöglicht es, in fremde Welten einzutauchen, ohne das heimische Wohnzimmer zu verlassen. Ob komplexe Simulationen, schnelle Geschicklichkeitsspiele auf dem Handy oder strategische Wettkämpfe am PC – die Bandbreite ist enorm und bietet für jeden Geschmack das passende virtuelle Erlebnis.

Dieser Sektor wächst rasant und bindet immer mehr Zeitbudgets der Bevölkerung, die früher vielleicht in das Lesen von Büchern oder das Basteln investiert wurden. Während im Jahr 2010 nur 9 Prozent der Bevölkerung regelmäßig spielten, greifen heute 34 Prozent wöchentlich zu Videospielen. Innerhalb dieses riesigen Marktes differenzieren sich die Interessen der Nutzer immer weiter aus. Manche suchen den Wettbewerb im E-Sport, andere die Entspannung bei Puzzlespielen. Auch Nutzer, die gezielt nach Online Casinos ohne OASIS suchen, schätzen oft die unkomplizierte Verfügbarkeit und die Breite des digitalen Angebots.

Die digitale Spielwiese ist rund um die Uhr geöffnet, wetterunabhängig und bietet sofortige Unterhaltung, was sie zu einer starken Konkurrenz für zeitgebundene Hobbys macht.

Flexibilität durch Streaming und Video-on-Demand

Der wohl größte Einschnitt in der klassischen Mediennutzung ist der Wegfall fester Sendezeiten. Während früher der Sonntagabend fest für den „Tatort“ reserviert war, bestimmen heute Streaming-Dienste den Takt. Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass Medienkonsum nicht mehr passiv hingenommen, sondern aktiv gestaltet wird.

Wir kuratieren unser eigenes Programm, hören Podcasts statt nur das laufende Radioprogramm und schauen Serien staffelweise an einem Wochenende. Diese „On-Demand“-Mentalität passt perfekt in unsere beschleunigte Arbeitswelt, in der Freizeitfenster oft spontan entstehen und ebenso schnell wieder schließen.

Die Zahlen belegen diesen Trend eindrucksvoll und zeigen, wie tief das Internet in unseren Erholungsphasen verwurzelt ist. Laut dem aktuellen Freizeit-Monitor 2025 nutzen mittlerweile 98 Prozent der Deutschen das Internet mindestens einmal pro Woche für ihre Freizeitgestaltung. Das Internet ist somit zum dominierenden Medium geworden, das fast alle anderen Aktivitäten flankiert oder gar ersetzt. Für regionale Anbieter und Radiosender bedeutet dies, dass sie ihre Inhalte ebenfalls digital und zeitunabhängig verfügbar machen müssen, um relevant zu bleiben.

Die soziale Komponente digitaler Freizeitangebote

Ein oft diskutierter Aspekt der Digitalisierung ist die Frage nach der Einsamkeit. Wenn jeder nur noch auf seinen Bildschirm starrt, geht dann das Miteinander verloren? Die Antwort ist komplexer, als es auf den ersten Blick scheint.

Digitale Medien isolieren nicht zwangsläufig, sie verlagern nur den Ort der Begegnung. Soziale Netzwerke und Messenger-Dienste ermöglichen es uns, mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben, auch wenn diese hunderte Kilometer entfernt wohnen. Gerade im ländlichen Raum kann die digitale Vernetzung helfen, soziale Hürden zu überwinden und Gemeinschaften zu bilden, die rein analog schwerer zu pflegen wären.

Dennoch zeigt die Statistik, dass die physische Präsenz unter der digitalen Dauerverfügbarkeit leiden kann. Der schnelle Chat ersetzt oft das lange Telefonat oder den spontanen Besuch. Die Nutzung von Social Media ist massiv angestiegen und liegt nun bei 72 Prozent, während persönliche Treffen im häuslichen Umfeld leicht rückläufig sind. Es entsteht eine neue Form der „digitalen Nähe“, die zwar effizient ist, aber die emotionale Tiefe eines persönlichen Gesprächs bei einem Kaffee oder einem Bier nicht immer ersetzen kann. Die Herausforderung liegt darin, die digitalen Kanäle als Werkzeug zur Verabredung zu nutzen, anstatt die Verabredung durch sie zu ersetzen.

Fazit

Betrachtet man die Entwicklung im Allgäu und darüber hinaus, so lässt sich feststellen, dass digitale Trends die klassischen Hobbys nicht vollständig verdrängen, sondern sie vielmehr ergänzen und transformieren. Wer am Computer spielt, geht oft trotzdem noch zum Skifahren oder Wandern, nutzt dabei aber vielleicht eine App zum Tracken der Route. Die Welten verschmelzen zunehmend zu einer hybriden Freizeitkultur.

Es ist unwahrscheinlich, dass das digitale Erlebnis das Gefühl, auf einem Gipfel zu stehen oder Live-Musik in einem Festzelt zu hören, jemals ganz ersetzen wird. Die Sehnsucht nach echten, analogen Erlebnissen bleibt bestehen, gerade als Ausgleich zur Bildschirmarbeit. Die Zukunft unserer Hobbys liegt also nicht in einem Entweder-oder, sondern in einem intelligenten Sowohl-als-auch, bei dem wir uns das Beste aus beiden Welten herauspicken.

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Geschrieben von: Redaktion

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