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Über Monate hielt ein jugendlicher Brandstifter die Oberallgäuer Gemeinde Blaichach im Sommer und Herbst 2024 in Atem. Reifen, Holzstapel, Hütten – immer wieder loderten die Flammen und verbreiteten Angst und Schrecken.

Wie die Allgäuer Zeitung berichtet, hat das Amtsgericht Sonthofen den damals 15-Jährigen nun wegen insgesamt 14 Fällen verurteilt: sechs vorsätzliche Brandstiftungen, vier versuchte Brandstiftungen und vier Sachbeschädigungen, darunter eine in Verbindung mit versuchter gefährlicher Körperverletzung. Insgesamt entstand ein Schaden von etwa 55.000 Euro.
Laut Amtsgerichtsdirektor Nikolaus Lantz zeigte sich der Jugendliche während der zweitägigen Verhandlung einsichtig und kooperativ. Ein Gutachten bescheinigte ihm Schuldfähigkeit. Als Motiv vermuten die Ermittler persönliche Probleme im Umfeld des Jugendlichen.
Das Gericht sprach eine zweijährige Jugendstrafe aus, deren Vollzug in den kommenden Monaten entschieden wird. Der Jugendliche bleibt vorerst auf freiem Fuß und hat die Möglichkeit, sich durch Kooperation, Psychotherapie und die Suche nach einer Lehrstelle das Vertrauen des Gerichts für eine mögliche Bewährungsstrafe zu erarbeiten. Unterstützt wird er zudem von einem Bewährungshelfer, ein freiwilliges soziales Jahr steht ebenfalls im Raum.
Die Brandserie hatte im Sommer 2024 begonnen und sorgte für einen erheblichen Einsatz von Polizei und Feuerwehr. Die Bevölkerung reagierte mit Überwachungskameras, Bewegungsmeldern und Scheinwerfern, um weitere Brände zu verhindern.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Geschrieben von: Leon Dauter
Allgäu amtsgericht Blaichach Brandstifter