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Bei einem schweren Unfall auf der L265 zwischen Dietmanns und Ellwangen ist am 10. Juni ein 15-Jähriger ums Leben gekommen. Ein 19-jähriger Autofahrer hatte beim Überqueren der Landesstraße einen vorfahrtsberechtigten BMW übersehen. Nach Angaben aus der Region handelt es sich bereits um das sechste Todesopfer an dieser Kreuzung. In Bad Wurzach werden nun Forderungen nach Konsequenzen laut. Unter anderem wird eine Geschwindigkeitsreduzierung sowie bauliche Veränderungen diskutiert, um die Unfallstelle sicherer zu machen.

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der L265 zwischen Dietmanns und Ellwangen bei Bad Wurzach ist am 10. Juni ein 15-jähriger Jugendlicher ums Leben gekommen. Nach Angaben der Schwäbischen Zeitung handelt es sich an dieser Stelle bereits um das sechste Todesopfer innerhalb weniger Jahrzehnte.
Nach bisherigen Erkenntnissen wollte ein 19-jähriger Audi-Fahrer mit dem 15-Jährigen als Beifahrer die Landesstraße von Truilz in Richtung Rupprechts überqueren. Dabei übersah er einen vorfahrtsberechtigten BMW eines 59-Jährigen. Es kam zum Zusammenstoß. Der 15-Jährige erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen, der Fahrer sowie zwei weitere Mitfahrer wurden teils schwer verletzt, der BMW-Fahrer leicht.
Der Unfall hat in Bad Wurzach große Betroffenheit ausgelöst. In der Gemeinderatssitzung sprach Bürgermeisterin Alexandra Scherer von einem Ereignis, das „die ganze Stadt berührt“ habe. Sie kündigte an, gemeinsam mit dem Land als zuständigem Straßenbaulastträger mögliche bauliche Veränderungen an der Kreuzung prüfen zu lassen. Zudem sei eine Verkehrsschau beantragt worden.
Besonders deutlich äußerte sich Stadträtin und Ortsvorsteherin Gisela Brodd. Sie schilderte die Situation als „furchtbar“ und kündigte an, die Gefahrenstelle mit Nachdruck entschärfen zu wollen. In einem offenen Brief an Landratsämter und Verkehrsbehörden fordert sie unter anderem eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/h im Bereich zwischen Ellwangen und Dietmanns sowie bauliche Maßnahmen, die das Überqueren der Landesstraße sicherer machen sollen.
Brodd spricht von einer „traurigen Statistik“ mit bereits sechs tödlichen Unfällen an der Kreuzung und warnt vor weiteren Opfern, sollte nicht gehandelt werden. Auch Anwohnerberichte über frühere schwere Unfälle an der Stelle würden die Dringlichkeit unterstreichen. Ziel sei es, die Verkehrssituation nachhaltig zu entschärfen und weitere schwere Unfälle zu verhindern.
Geschrieben von: Niklas Bitzenauer
Allgäu Bad Wurzach Förderungen tod Unfall