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Der Prozess gegen den 38-jährigen Lebensgefährten der in Lauben getöteten zweifachen Mutter beginnt am Donnerstag, 30. April, am Landgericht Memmingen. Laut einem Gerichtssprecher sind sechs Verhandlungstage angesetzt, ein Urteil könnte am 21. Mai fallen. Die 36-Jährige war im Sommer vergangenen Jahres verschwunden. Ihr Partner soll sie getötet und in einem Waldstück verscharrt haben. Zuvor wurden Auto und Geldbeutel der Frau an verschiedenen Orten gefunden – offenbar als falsche Spuren.

Der Gerichtsprozess im Fall der getöteten zweifachen Mutter aus Lauben beginnt voraussichtlich am Donnerstag, 30. April, am Landgericht Memmingen. Ein Gerichtssprecher teilte gegenüber der Allgäuer Zeitung mit, dass das Verfahren wegen Totschlags auf insgesamt sechs Verhandlungstage angesetzt ist. Ein mögliches Urteil könnte demnach am 21. Mai verkündet werden.
Der Fall hatte im Sommer vergangenen Jahres begonnen, als die 36-jährige Frau zunächst vermisst wurde. Angehörige starteten auch über das Internet eine Suche nach ihr. Später entdeckte die Polizei ihr Auto auf einem Privatgrundstück bei Erkheim und ihren Geldbeutel auf einem Parkplatz in Landsberg – offenbar bewusst gelegte falsche Spuren, um die Ermittler zu täuschen.
Die Polizei richtete die Ermittlungsgruppe „Koppel“ ein. Im Laufe der Untersuchungen erhärtete sich der Verdacht gegen den 38-jährigen Lebensgefährten. Er wurde festgenommen, sitzt seitdem in Untersuchungshaft und soll die Tat gestanden haben. Die Leiche der Frau war in einem Waldstück nahe des gemeinsamen Wohnhauses verscharrt worden.
Der Sprecher des Gerichts betonte, dass die anstehenden sechs Verhandlungstage die Komplexität des Falles widerspiegeln und man mit einer intensiven Auseinandersetzung der Beweise rechne.
Der Fall sorgte über das Allgäu hinaus für Schlagzeilen, da zunächst unklar war, was mit der Frau geschehen war. In der Region hatte es zuletzt mehrere dramatische Kriminalfälle gegeben: In Memmingen wurde ein Ehepaar ermordet, und in Kempten verurteilte das Landgericht einen Raser, der bei einer Flucht vor der Polizei einen tödlichen Unfall verursachte, zu fast sieben Jahren Haft.
Der Prozess in Lauben wird mit Spannung erwartet und soll Licht in einen der aufsehenerregendsten Kriminalfälle des Unterallgäus bringen.
Geschrieben von: Niklas Bitzenauer
Allgäu gericht Landgericht Lauben mutter Tot