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Der Autozulieferer ZF Friedrichshafen verzeichnete 2025 einen Verlust von 2,1 Milliarden Euro, verursacht durch Abschreibungen unprofitabler Projekte im Zuge eines Konzernumbaus. Operativ stieg das bereinigte Ergebnis auf 1,75 Milliarden Euro, der Umsatz sank jedoch um sechs Prozent auf 38,8 Milliarden Euro.

Der Autozulieferer ZF Friedrichshafen hat im Geschäftsjahr 2025 einen massiven Verlust von 2,1 Milliarden Euro verzeichnet – doppelt so hoch wie im Vorjahr. Grund ist der radikale Konzernumbau: Unprofitable Projekte wurden abgeschrieben, um die Bilanz zu entlasten. Operativ zeigt sich allerdings ein Lichtblick: Das bereinigte Ergebnis stieg von 1,47 auf 1,75 Milliarden Euro.
Trotz Fortschritten bleibt die Lage angespannt. Die Nettoverschuldung liegt bei 10,2 Milliarden Euro, die Eigenkapitalquote fällt auf 13,3 Prozent. Der Umsatz sank um rund sechs Prozent auf 38,8 Milliarden Euro. Finanzchef Michael Frick sieht keine schnelle Besserung, insbesondere die schwache Konjunktur und die schleppende Nachfrage nach E-Autos setzen ZF zu.
Der Umbau trifft auch die Belegschaft hart: Weltweit wurden rund fünf Prozent der Stellen abgebaut, in Deutschland sank die Zahl der Beschäftigten auf etwa 49.000. Der Jobabbau von bis zu 14.000 Stellen in Deutschland läuft weiter. Für 2026 rechnet ZF nur mit leicht steigenden Erlösen, eine schnelle Wende ist nicht in Sicht. Konzernchef Mathias Miedreich betont: „Wir werden uns Schritt für Schritt wieder die Profitabilität erarbeiten.“
Geschrieben von: Niklas Bitzenauer
Allgäu Friedrichshafen Krise wirtschaft ZF