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Aktuelles

Wohnungsmarkt im Allgäu: Jüngere und Ältere besonders betroffen

today29. Januar 2026

Hintergrund
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Jüngere und ältere Menschen gehören zu den größten Verlierern auf dem bayerischen Wohnungsmarkt. Das zeigt der aktuelle „Soziale Wohn-Monitor“ des Pestel-Instituts, den die IG BAU Schwaben in Auftrag gegeben hat.

Foto: IG BAU | Nils Hillebrand

Laut Michael Jäger, Bezirksvorsitzender der IG BAU, leben viele Auszubildende noch bei ihren Eltern, weil sie sich eine eigene Wohnung nicht leisten können. Allein in Memmingen sind rund 1.750 Azubis betroffen, im Landkreis Ostallgäu rund 2.580, im Unterallgäu etwa 2.600 und im Oberallgäu knapp 2.890.

„Tragisch ist es, wenn Ausbildungsverträge scheitern, weil junge Menschen keine bezahlbare Unterkunft in der Nähe des Ausbildungsbetriebs finden“, warnt Jäger. Auch Studierende stehen vor steigenden Mietpreisen und benötigen mehr bezahlbaren Wohnraum in Universitätsstädten. Die IG BAU fordert deshalb gezielte Fördermaßnahmen für Neubauten von Azubi- und Studentenwohnungen sowie Steueranreize für Betriebe, die ihren Auszubildenden Wohnraum bereitstellen.

Neben jungen Menschen sieht die IG BAU auch ältere Generationen, insbesondere die Baby-Boomer, in Gefahr. Im Landkreis Ostallgäu betrifft dies rund 18.900 Menschen, in Memmingen etwa 5.200, im Unterallgäu rund 19.300, in Kaufbeuren etwa 5.600 und im Oberallgäu knapp 7.300. Viele von ihnen erhalten niedrige Renten und werden künftig Schwierigkeiten haben, ihre Wohnungen zu finanzieren. Jäger warnt vor zunehmender „Wohnarmut im Alter“.

Ein zentrales Problem bleiben die stark steigenden Mieten. Die IG BAU fordert mehr bezahlbaren Wohnraum und den Neubau von Sozialwohnungen. Bundesweit soll die Zahl der Sozialwohnungen bis Mitte des nächsten Jahrzehnts von einer auf zwei Millionen verdoppelt werden. Für Bayern bedeutet dies, dass bis 2035 jährlich rund 18.700 zusätzliche Sozialwohnungen entstehen müssen, insgesamt 283.700 neue Wohnungen.

Um diese Ziele zu erreichen, fordert die IG BAU eine sofortige Bereitstellung von Fördergeldern von Bund und Freistaat sowie den Einsatz des Regelstandards „Erleichtertes Bauen“, um kostengünstig und effizient Sozialwohnungen zu errichten. Zudem sollte eine öffentliche Statistik über den monatlichen Neubau von Sozialwohnungen geführt werden, um die Entwicklungen transparent zu machen.

Michael Jäger fasst zusammen: „Nur mehr günstiger Wohnraum sorgt für Druck auf die Mieten. Der Neubau von Sozialwohnungen muss wieder zur politischen Herzenssache werden.“

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Geschrieben von: Leon Dauter

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