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Aktuelles

Wohneigentum im Allgäu: Junge Erwachsene immer stärker benachteiligt

today19. Februar 2026

Hintergrund
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Eine Studie des Pestel-Instituts zeigt: In den Landkreisen Oberallgäu, Ostallgäu, Unterallgäu sowie in Kempten und Memmingen liegt die Wohneigentumsquote zwischen 32,6 % und 61,6 % – teils deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 43,5 %. Vor allem 25- bis 40-Jährige können sich immer seltener ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung leisten und müssen dauerhaft mieten. Der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel fordert deshalb ein langfristiges, unkompliziertes Förderprogramm für selbstgenutztes Wohneigentum, um jungen Familien den Einstieg in die eigenen vier Wände zu ermöglichen.

Symbolbild: Wohnung – Haus/ Foto: Pixabay

Eine aktuelle Untersuchung des Pestel-Instituts im Auftrag des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) zeigt deutliche Unterschiede beim Wohneigentum in der Region Allgäu. Insgesamt gibt es in den Landkreisen Oberallgäu, Ostallgäu, Unterallgäu sowie den Städten Kempten und Memmingen Zehntausende Wohnungen, die von ihren Eigentümern selbst genutzt werden:

  • Oberallgäu: 39.900 Wohnungen, Wohneigentumsquote 51,3 %

  • Ostallgäu: 39.500 Wohnungen, Wohneigentumsquote 58,6 %

  • Unterallgäu: 41.700 Wohnungen, Wohneigentumsquote 61,6 %

  • Kempten: 11.600 Wohnungen, Wohneigentumsquote 32,6 %

  • Memmingen: 9.000 Wohnungen, Wohneigentumsquote 40,5 %

Während die Eigentumsquote im Allgäu über dem Bundesdurchschnitt von 43,5 % liegt, haben vor allem 25- bis 40-Jährige zunehmend Schwierigkeiten, ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung zu erwerben. Rund 90.000 Menschen dieser Altersgruppe leben in der Region, viele sind gezwungen, dauerhaft zu mieten. Matthias Günther vom Pestel-Institut bezeichnet sie als „Nestbauer-Generation“, die faktisch zur Verlierer-Generation beim Wohneigentum geworden sei.

Der BDB kritisiert die fehlende staatliche Unterstützung: Eigenheimzulage und Baukindergeld wurden abgeschafft, direkte Zuschüsse und ein Niedrigzinsprogramm fehlen. Verbandspräsidentin Katharina Metzger fordert ein Bundesprogramm für selbstgenutztes Wohneigentum, das langfristig gesichert und unkompliziert zugänglich ist. Auch Hannes Zapf, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM), betont: Wer jetzt spart, muss sich darauf verlassen können, dass die Förderung auch in mehreren Jahren noch besteht.

Für die Experten ist Wohneigentum zudem ein entscheidender Faktor für finanzielle Sicherheit im Alter. Wer eigene vier Wände besitzt, ist im Rentenalter deutlich besser abgesichert, während Mieter zunehmend von Wohnarmut bedroht sind.

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Geschrieben von: Niklas Bitzenauer

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