Listeners:
Top-Hörer:
AllgäuHIT
play_arrow
AllgäuHIT-Kaffeeklatsch: mit Rebecca Simoneit-Barum vom Zirkus Charles Knie
play_arrow
„Rund um“ in Lindau am Bodensee: Ein Segelrennen mit Tradition und Flair Thomas Häuslinger
play_arrow
„Rund um“ in Lindau am Bodensee: Ein Segelrennen mit Tradition und Flair Thomas Häuslinger
Die wechselhafte Witterung und der Beginn der hochalpinen Saison haben die Einsatzkräfte der Bergwacht Oberstdorf in der vergangenen Woche stark gefordert. Insgesamt rückten die Helfer zu 13 Einsätzen im südlichsten Teil der Allgäuer Alpen aus und versorgten dabei zwölf Patienten. Das Einsatzspektrum reichte von Stürzen und medizinischen Notfällen über Versteigerungen bis hin zu Einsätzen im Schnee. Besonders häufig waren in den vergangenen Tagen Hubschrauberrettungen erforderlich.

Am Söllerkopf verletzte sich am 4. Juni eine Person bei einem Sturz im Abstieg am Knöchel. Gemeinsam mit der Besatzung von Christophorus 8 wurde der Patient versorgt und in eine Klinik geflogen.
Am Heilbronner Weg bei der Rappenseehütte gingen am 5. Juni gleich zwei Meldungen nach Schneerutschen ein. Da ein Bergunfall nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde zusammen mit dem Rettungshubschrauber Christoph 17 ein Erkundungsflug durchgeführt. Glücklicherweise konnten keine Betroffenen festgestellt werden.
Ebenfalls am 5. Juni musste eine Person am Laufbacher Eck aus weglosen Gelände gerettet werden. Die verstiegene Person wurde per Winde aufgenommen und unverletzt ins Tal gebracht. Weitere Hubschraubereinsätze folgten am Gaisfuß nach einem Sturz mit Kopfverletzungen.
Besonders aufwendig gestaltete sich ein Einsatz am 6. Juni im Bereich der Enzianhütte. Dort erlitt ein Wanderer einen internistischen Notfall und musste mit dem Rettungshubschrauber Christoph 17 in eine Klinik geflogen werden. Während des laufenden Einsatzes stellte sich heraus, dass eine weitere Person in der Nähe medizinische Hilfe benötigte. Da der Hubschrauber bereits mit dem ersten Patienten unterwegs war, erfolgte ein zweiter Flug zur Enzianhütte. Auch dieser Patient wurde versorgt und anschließend in ein Krankenhaus transportiert.
Am Samstag wurde die Bergwacht zu einem Einsatz am Gleitweg alarmiert. Nach einem Sturz im Abstieg erlitt eine Person Kopfverletzungen und musste mittels Windenrettung aus steilem Gelände geborgen und in eine Klinik geflogen werden.
Neben den Luftrettungen waren die Einsatzkräfte auch bei mehreren bodengebundenen Einsätzen gefordert. Dazu gehörten medizinische Notfälle, die Versorgung eines gestürzten Jugendlichen am Gaisalpsee, die Rettung eines verletzten neunjährigen Radfahrers in Rohrmoos sowie die Suche nach einer vermeintlichen Notsituation am Rubihorn, die sich letztlich als harmlos herausstellte.
Für einen besonderen Einsatz sorgte ein medizinischer Notfall Anfang der Woche in einem Waldgebiet nahe der Breitachklamm. Während der Versorgung zog eine Gewitterfront mit Sturm und Unwetter auf. Nach Angaben der Bergwacht stürzten in unmittelbarer Umgebung mehrere Bäume um. Trotz der schwierigen Bedingungen konnte der Einsatz erfolgreich und ohne Verletzungen der Einsatzkräfte abgeschlossen werden.
Die Bergwacht weist darauf hin, dass in den höheren Lagen der Allgäuer Alpen derzeit noch Altschneefelder vorhanden sind. Mit zunehmender Zahl an Bergtouren sei deshalb weiterhin mit anspruchsvollen und teils gefährlichen Bedingungen im alpinen Gelände zu rechnen.
Geschrieben von: Thomas Häuslinger
Allgäu alpen Alpin bayern berge bergwacht christoph17 Einsätze Hubschrauber Rettung Unfälle