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Nach dem Großbrand am Saurüsselkopf in den Chiemgauer Alpen haben Fachleute in Oberstdorf im Oberallgäu über Waldbrände im Gebirge diskutiert. Beim Fachsymposium wurde deutlich, dass Einsätze in steilem Gelände besonders schwierig sind und oft per Hubschrauber unterstützt werden müssen.

Nach dem großflächigen Waldbrand am Saurüsselkopf bei Ruhpolding haben Fachleute in Oberstdorf im Oberallgäu über die besonderen Gefahren von Waldbränden im Gebirge diskutiert. Beim „Waldbrand-Symposium alpin“ kamen rund 150 Einsatzkräfte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen – Feuerwehr, THW und Rettungsdienste.
Der aktuelle Brand im Chiemgau diente dabei als eindrückliches Beispiel: Das Feuer band tagelang hunderte Einsatzkräfte, Nachlöscharbeiten mit zahlreichen Glutnestern dauern weiterhin an. Besonders in steilem, unwegsamem Gelände stoßen Einsatzkräfte und Technik schnell an ihre Grenzen. Wasser muss oft per Hubschrauber eingeflogen werden, ebenso wie die Kräfte selbst.
Ein zentrales Thema der Tagung war die steigende Waldbrandgefahr durch Trockenheit und höhere Temperaturen. Experten betonten, dass der Mensch weiterhin Hauptauslöser ist – etwa durch Fahrlässigkeit im Umgang mit Feuer. Auch im Allgäu sei deshalb besondere Vorsicht geboten.
Langfristig setzen Fachleute auf Waldumbau hin zu widerstandsfähigeren Mischwäldern, da trockene Nadelwälder Brände schneller begünstigen. Ziel sei es, Wälder insgesamt feuchter und damit robuster gegen Feuer zu machen.
Der Einsatz am Saurüsselkopf zeigt weiterhin die Dimension solcher Lagen: Mehr als 300 Kräfte sind dort im Kampf gegen tief sitzende Glutnester im Einsatz, unterstützt durch Bergwacht, Hubschrauber und Drohnen.
Geschrieben von: Niklas Bitzenauer
Allgäu bayern Gefahr Waldbrand