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Die Städte Kempten und Sonthofen sowie die Deutsche Sebald Gesellschaft schreiben zum vierten Mal den mit 10.000 Euro dotierten W.-G.-Sebald-Literaturpreis aus. Unter dem Rahmenthema „Erinnerung und Gedächtnis“ können sich Autorinnen bis zum 30. April 2026 mit unveröffentlichten deutschsprachigen Prosatexten bewerben.

Die Städte Kempten und Sonthofen sowie die Deutsche Sebald Gesellschaft schreiben zum vierten Mal den mit 10.000 Euro dotierten W.-G.-Sebald-Literaturpreis aus. Unter dem Rahmenthema „Erinnerung und Gedächtnis“ sollen sich Schriftsteller*innen in ihren Texten mit Motiven und Fragen auseinandersetzen, die für das Werk von W. G. Sebald prägend waren.
Bis zum 30. April 2026 können sich Autor*innen aus dem In- und Ausland mit einem unveröffentlichten deutschsprachigen Prosatext – einer Erzählung oder einem Auszug aus einem größeren Projekt – bewerben. Voraussetzung ist eine bereits vorliegende oder zugesagte literarische Veröffentlichung. Die Texte dürfen maximal 30.000 Zeichen umfassen.
Eine Besonderheit des Preises ist die anonymisierte Begutachtung durch eine wechselnde fünfköpfige Jury. Bisherige Preisträger*innen, ausgewählt aus hunderten Einsendungen, waren Esther Kinsky (2020), Kirsten Fuchs (2022) und Lena Schätte (2024). In diesem Jahr setzt sich die Jury aus Hans Jürgen Balmes (S. Fischer Verlag), Sieglinde Geisel (Literaturkritikerin), Heike Gfrereis (Deutsches Literaturarchiv Marbach), Natascha Huber (Booktuberin, @booksandpoets) und Philipp Theisohn (Universität Zürich) zusammen.
Das Preisgeld wird durch zahlreiche private Spender aufgebracht. Der W.-G.-Sebald-Literaturpreis bietet damit erneut eine Plattform für innovative, literarisch anspruchsvolle Prosaarbeit, die sich mit Erinnerung, Geschichte und Gedächtnis auseinandersetzt.
Geschrieben von: Niklas Bitzenauer
Allgäu Ausschreibung Literaturpreis Preisgeld