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Aktuelles

Verdi-Warnstreik legt Nahverkehr in vielen Städten lahm – Allgäu bleibt verschont

today2. Februar 2026

Hintergrund
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Zum Start in die Arbeitswoche müssen sich viele Pendler auf erhebliche Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Auf den Aufruf der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hin haben am frühen Morgen umfangreiche Warnstreiks im kommunalen Nahverkehr begonnen. Mit Beginn der Frühschicht legten Beschäftigte in zahlreichen Städten die Arbeit nieder, wie ein Verdi-Sprecher bestätigte. Betroffen sind rund 150 städtische Verkehrsunternehmen und Busbetriebe – vielerorts bleiben Busse und Stadtbahnen auf den Betriebshöfen.

Keine Beeinträchtigungen wird es dagegen im Allgäuer Raum geben. Wie ein Mitarbeiter von Verdi im Bezirk Allgäu auf Anfrage erklärte, konzentriere sich der Arbeitskampf gezielt auf die bayerischen Großstädte wie München, Augsburg und Nürnberg. Der regionale Nahverkehr im Allgäu sei daher nicht vom Streik betroffen.

Mit den Warnstreiks will Verdi in der laufenden Tarifrunde für knapp 100.000 Beschäftigte den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. In den seit November andauernden Verhandlungen mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden fordert die Gewerkschaft deutlich bessere Arbeitsbedingungen. Dazu zählen unter anderem eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit und der Schichtzeiten, längere Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt. Die Arbeitgeber kritisieren die Streiks hingegen als unverhältnismäßig.

Private Subunternehmen sind von den Warnstreiks nicht betroffen. Auch die Deutsche Bahn teilte mit, dass ihre Züge planmäßig verkehren. Bei früheren Streiks nutzten viele Fahrgäste vor allem S-Bahnen als Ausweichmöglichkeit, um zumindest Teilstrecken innerhalb der Städte zurückzulegen.

Der ADAC warnt vor deutlich mehr Verkehr auf den Straßen. „Auf den Hauptstrecken wird es zur Rushhour noch voller werden“, erklärte ADAC-Sprecher Thomas Müther. Autofahrer sollten nach Möglichkeit die Stoßzeiten zwischen 7 und 9 Uhr sowie zwischen 16 und 18 Uhr meiden und sich vorab über die aktuelle Verkehrslage informieren. Frühzeitiges Losfahren oder Fahrgemeinschaften könnten helfen, Staus zu vermeiden. Wie stark sich der Warnstreik auf den Verkehr auswirkt, hänge auch davon ab, wie viele Beschäftigte auf Homeoffice ausweichen.

Auch Schulen sind von den Auswirkungen indirekt betroffen. Das NRW-Schulministerium erklärte, dass bei angekündigten Streiks im öffentlichen Nahverkehr weiterhin Schulpflicht bestehe. Eltern müssten dafür sorgen, dass ihre Kinder zum Unterricht erscheinen. Ist der Schulweg im Einzelfall nicht zumutbar, könne dies als entschuldigte Fehlzeit gewertet werden.

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Geschrieben von: Leon Dauter

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