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Vor dem Landgericht Kempten hat der Mordprozess gegen einen 21-jährigen Raser begonnen, der im August 2025 in Kaufbeuren mit bis zu 180 km/h vor der Polizei geflüchtet und dabei einen 20-jährigen Fahrer tödlich verletzt hatte. Der Angeklagte räumte teilweises Geständnis ein, gab Drogen- und Alkoholkonsum an und erklärte, er habe nicht über die Konsequenzen nachgedacht.

Seit Dienstag muss sich ein 21-Jähriger wegen Mordes vor dem Landgericht Kempten verantworten. Der Angeklagte wird beschuldigt, im August 2025 in Kaufbeuren-Neugablonz eine verheerende Verfolgungsfahrt mit seinem Wagen unternommen zu haben, die zum Tod eines 20-jährigen Allgäuers führte.
Am ersten Prozesstag legte der Angeklagte ein Teilgeständnis ab. Er räumte ein, der Fahrer des Wagens gewesen zu sein, nach der Kollision geflüchtet zu sein und unter Alkohol- sowie Kokain-Einfluss gestanden zu haben. Insgesamt habe er an diesem Tag mehrere Getränke und Drogen konsumiert. Zur Flucht erklärte er: „Ich habe nicht über die Konsequenzen nachgedacht.“ Erst am folgenden Tag habe er erfahren, dass bei dem Unfall ein Mensch ums Leben gekommen sei.
Emotional wurde es im Gerichtssaal, als ein Polizeibeamter schilderte, wie er dem Opfer die Hand hielt und dessen letzte Worte „Mama“ waren. Im Saal herrschte Stille, nur das Schluchzen der Eltern und der Zuschauer war zu hören. Der Angeklagte zeigte keinerlei Reaktion.
Der 21-Jährige war bereits mehrfach vorbestraft, unter anderem wegen Raubes, und besaß zum Tatzeitpunkt keinen Führerschein. Nach der Verfolgungsfahrt floh er zunächst Richtung Köln, dann mit einem Flixbus nach Polen und weiter zur ukrainischen Grenze, wo ihn die Polizei festnahm.
Der Prozess wird voraussichtlich drei Tage dauern, das Urteil ist für den 24. Februar 2026 geplant.
Geschrieben von: Niklas Bitzenauer
Allgäu Kaufbeuren Prozess raser tödlich