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Ein geplanter Einsatz zur Wohnungsräumung in einer Obdachlosenunterkunft in Kempten ist am Montag dramatisch eskaliert. Ein 63-jähriger Bewohner verbarrikadierte sich in seiner Wohnung und war nach bisherigen Erkenntnissen im Besitz einer Schusswaffe. Der Mann wurde später mit einer schweren Schussverletzung aufgefunden und verstarb in der Nacht zum Dienstag im Krankenhaus.

Die Wohnung des Mannes sollte am 16. März durch das Ordnungsamt Kempten geräumt werden. Grund war ein Schädlingsbefall. Der Bewohner sollte in eine andere Wohnung innerhalb der Unterkunft umziehen. Als Mitarbeiter und Polizeibeamte vor Ort eintrafen, verschanzte sich der 63-Jährige jedoch in seiner Wohnung.
Nachdem eine beteiligte Person wahrgenommen hatte, dass sich der Mann im Besitz einer Schusswaffe befand, wurde eine Spezialeinheit der Polizei hinzugezogen. Die Einsatzkräfte forderten den Bewohner mehrfach auf, sich zu ergeben und unbewaffnet aus der Wohnung zu kommen. Dieser Aufforderung kam der Mann jedoch nicht nach.
Nach bisherigen Erkenntnissen gab der 63-Jährige zunächst einen Schuss aus seiner Waffe in Richtung der geschlossenen Wohnungstür ab. Kurz darauf nahmen die Einsatzkräfte ein weiteres Schussgeräusch aus der Wohnung wahr.
Daraufhin öffneten Spezialkräfte die Tür und fanden den Mann mit einer Schussverletzung im Kopfbereich am Boden liegend vor. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er in der Nacht zum Dienstag verstarb.
Die Schusswaffe, die sich nach ersten Erkenntnissen illegal im Besitz des Mannes befand, wurde sichergestellt. Eine Obduktion bestätigte inzwischen, dass es sich um ein Suizidgeschehen mittels Schusswaffe handelt. Die weiteren Ermittlungen – unter anderem zur Herkunft der Waffe – werden von der Kriminalpolizei Kempten unter Leitung der Staatsanwaltschaft Kempten geführt.
Geschrieben von: Leon Dauter