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Im Mordprozess gegen den 21-jährigen mutmaßlichen Todesfahrer von Kaufbeuren-Neugablonz zeigte ein Gutachter die Verfolgungsfahrt: Der Angeklagte soll mit bis zu 180 km/h über Nebenstraßen geflüchtet sein, auf denen nur 30 km/h erlaubt sind. Die sechs Kilometer lange Strecke legte er in 3,5 Minuten zurück. Bei der Flucht kam ein 20-Jähriger ums Leben.

Am zweiten Verhandlungstag im Mordprozess gegen den mutmaßlichen Todesfahrer von Kaufbeuren-Neugablonz haben Zeugen und ein Sachverständiger vor dem Landgericht Kempten ausgesagt. Der 21-Jährige soll im August 2025 auf der Flucht vor einer Polizeikontrolle einen Unfall verursacht haben, bei dem ein 20-Jähriger starb.
Wie die Allgäuer Zeitung berichtet zeigte der Verkehrsgutachter vor Gericht die Route der Verfolgungsfahrt: Die Strecke führte durch Nebenstraßen, auf denen höchstens 30 km/h erlaubt sind. Die Fahrt erstreckte sich über rund sechs Kilometer und dauerte nur 3,5 Minuten. Der Angeklagte soll dabei im Durchschnitt 103 km/h gefahren sein, bei Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 180 km/h. Zum Vergleich: Bei Einhaltung der vorgeschriebenen Geschwindigkeiten benötigte der Gutachter für dieselbe Strecke über zehn Minuten.
Zeugen berichteten zudem über den Zustand des 21-Jährigen beim Verlassen der Diskothek vor der Flucht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, den tödlichen Unfall billigend in Kauf genommen zu haben. Zahlreiche Zuschauer verfolgten im Gerichtssaal die Aufnahmen der Verfolgungsfahrt, die die gefährliche Raserei durch Kaufbeurer Straßen dokumentierten.
Geschrieben von: Niklas Bitzenauer
Allgäu Landgericht Mordprozess Tedesfahrer Verfolgungsjagd
today20. Februar 2026 31 2