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Aktuelles

„Tierwissen to go“ im Februar: Hunde- und Katzenrassen im Fokus

today1. März 2026

Hintergrund
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Jeden Monat präsentiert AllgäuHIT in Kooperation mit dem Werbepartner GranataPet Tipps und Wissen für den Alltag mit Hund oder Katze. In der letzten Folge von „Tierwissen to go“ ging unter anderem um die Stereotypen „Hundemensch“ und „Katzenmensch“.

Auch in der Ausgabe im Februar ging es wieder um tierisches Wissen, genauer gesagt um Hunde- und Katzenrassen und deren spezielle Anforderungen. Hier gibt es das Gespräch aus der Radiosendung zwischen Moderatorin Uschi Binkert sowie Kathrin und Deborah von GranataPet zum Nachlesen.

Haustiere Symbolbild, Pixabay

Das letzte Mal haben wir darüber gesprochen: Wer ist ein Hundemensch? Wer ist ein Katzenmensch? Bei mir sind wieder Kathrin und Deborah von GranataPet. Hallo, ich grüße euch.

Hi, Hallo Uschi.

Also, wenn man sich jetzt entschieden hat: Was ist meins, Hund oder Katze? Dann ist ja natürlich die Frage: Welche Rasse soll es denn sein? Es ist ja unfassbar, was es da an, ich nenne es mal, Auswahlmöglichkeiten gibt, oder?

Ja, Uschi, da hast du total recht. Und zwar ist es bei den Katzen so, dass man eigentlich sagen kann, dass wir mehrere Hundert Rassen auf der ganzen Welt haben. Es gibt aber extra Verbände, die so ein Katzenrassen-Register führen. Da gibt es zum Beispiel den WCF, dort werden aktuell 90 Katzenrassen geführt.

Aber ist es denn tatsächlich so, dass die Unterschiede da so groß sind?

Ja, total. Also wir haben Unterschiede im Aussehen, in der Größe und im Charakter, also im Temperament. Und wenn ich mir überlege, welche Rassekatze zu mir passt, dann frage ich mich: Wie soll sie vom Kontaktbedürfnis sein? Soll sie so anhänglich sein wie zum Beispiel eine Ragdoll oder sehr aktiv wie eine Bengalkatze? Oder es gibt so richtige „Hundskatzen“. Das sagt man zum Beispiel über die Maine Coon. Die kann ich sogar richtig apportieren lassen wie einen Hund.

Also, die Erfahrung, die ich gemacht habe: Ich habe zu Hause zwei Nacktkatzen, die mir das Schicksal zugespielt hat. Die sind tatsächlich komplett anders. Das hat mit einer „normalen“ Katze nicht mehr viel zu tun, das würde ich fast schon als ganz eigene Tiergattung bezeichnen. Jetzt hast du gesagt, dass der Charakter unterschiedlich ist. Sind denn auch die Anforderungen dann anders?

Du hast schon angesprochen, die Haare oder die Haarlänge ist ein Thema. Also, wie viel Zeit habe ich, mich um die Haare zu kümmern? Das ist ein wichtiger Punkt. Dann natürlich auch, wie groß ist meine Wohnung, mein Haus? Es gibt Katzen wie die Norwegische Waldkatze, die braucht einfach einen Katzenbaum in XXL. Oder auch das Katzenklo in XXL muss genügend Platz haben. Und was auch wichtig ist: Viele Rassen bringen einfach eigene gesundheitliche Probleme mit sich. Da muss ich mich vorher einmal richtig informieren.

Macht es da Sinn, vorher vielleicht mal beim Tierarzt nachzuhaken?

Ja, der Tierarzt ist auf jeden Fall eine super gute Quelle. Natürlich findest du online auch viele verschiedene Foren oder du kannst dich direkt beim Züchter oder im Tierheim informieren. Die helfen dir auch gerne weiter.

Ok, also halten wir mal fest: Ich brauche mir jetzt zum Beispiel keine Bengalkatze in einer Einzimmerwohnung halten. Das wäre für die wahrscheinlich einfach ein, ich nenne es mal, zu kleiner Käfig. Andererseits ist es auch immer ein Thema, Rassekatzen nach draußen zu lassen, das ist ja auch nicht ganz ungefährlich. Aber gehen wir mal zu den Hunden. Auch da ist es ja ein Unterschied, ob ich jetzt einen Bernhardiner habe oder einen Jack Russell zum Beispiel.

Ja, absolut richtig. Also bei Hunden finde ich, ist es vielleicht noch ein bisschen extremer als bei Katzen. Immer wieder stelle ich fest, dass Leute Hunde leider hauptsächlich wegen der Optik kaufen. Huskys zum Beispiel sind superschöne Hunde, aber wahnsinnig anspruchsvoll für ein Alltagsleben. Und da kann ich immer nur allen ans Herz legen, sich wirklich Gedanken darüber zu machen: Wie sieht eigentlich mein Leben aus und was kann ich dem Hund bieten? Wie aktiv bin ich? Was habe ich für eine Familiensituation? Habe ich kleine Kinder? Habe ich andere Kleintiere? Denn wenn ich einen Hund habe, der einen Hütetrieb oder Jagdtrieb hat, muss ich mir einfach total viele Gedanken machen.

Und was man, glaube ich, vielleicht auch mal festhalten muss: Die Größe ist da wenig aussagekräftig. Wer glaubt, „Oh, ich will nicht so viel Arbeit, ich hole mir einen kleinen Hund“, Stichwort Chihuahua oder Jack Russell, die Rechnung geht nicht immer auf.

Nein, auf keinen Fall. Also, Chihuahuas sind eigentlich total intelligente Hunde, die super gerne auch gefördert werden wollen und ganz viel lernen können. Aber leider werden sie oft überhaupt nicht ernst genommen, weil sie klein und süß sind und dann eher als Streicheltiere benutzt werden. Obwohl sie auch einfach richtige Hunde sind, die richtig beschäftigt werden wollen.

Oder lasst uns mal auf so ein ganz klassisches Modetier eingehen, was ich so beobachtet habe: Der Australian Shepherd, der Border Collie. Super schöne Hunde, tolle Hunde, aber oft im normalen Familienleben unterfordert. Agility hin oder her.

Ja, absolut. Gerade beim Australian Shepherd, wenn ein sehr ausgeprägter Hütetrieb da ist, kann es unter Umständen gefährlich werden. Weil der Hund, wenn er nicht richtig ausgelastet oder erzogen ist – und der Hütetrieb ist sehr stark in ihn reingezüchtet – muss man mit ihm umgehen können. Es ist nicht immer einfach. Und ich muss mir überlegen: Kann ich das über einen langen Zeitraum aufrechterhalten, die Auslastung? Denn dem Hund reicht es nicht, wenn ich das zwei Tage in der Woche mache, sondern das muss das ganze Jahr über passieren.

Vielleicht wollen wir es mal ganz grob skizzieren für eine etwas eher gemütlichere Familie, die jetzt so ganz normal unterwegs ist, aber auch gerne mal ruhige Tage zu Hause hat. Was wäre da so eine empfehlenswerte Hunderasse?

Auch das ist nicht ganz einfach zu beantworten. Ich denke, gute Familienhunde sind auf jeden Fall Labradore oder Golden Retriever, wobei die auch ganz schön aktiv sein können. Die sind schon ziemlich fröhlich. Oder man sucht sich einfach einen Mischling, der zu einem passt.

Das ist ein Punkt, den spreche ich immer gern an. Ich finde, Mischlinge sind überhaupt das Allerbeste. Und ein Punkt, den man ja auch noch bedenken sollte: Wie ist meine eigene Situation? Bin ich irgendwo in der Stadt? Bin ich auf dem Land? Und vielleicht abschließend noch: Ich habe es vorhin schon ganz kurz angesprochen: Es macht durchaus Sinn, egal ob jetzt Hund oder Katze, sich diese Rasse vorher genau anzuschauen. Stichwort „Qualzuchten“, nicht wahr?

Ja, genau, also das Thema würde jetzt hier den Rahmen sprengen, aber ich würde jeden dazu auffordern, bevor man sich einen Hund oder auch eine Katze kauft, sich einmal mit dem Thema „Qualzuchten“ auseinanderzusetzen und einfach keine Leute zu unterstützen, die Qualzuchten vermehren.

Anzeige: „Tierwissen to go“ erscheint einmal pro Monat bei AllgäuHIT. Die Rubrik wird in Kooperation mit unserem Werbepartner GranataPet präsentiert.

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Geschrieben von: Redaktion

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