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Aktuelles

Tag der vermissten Kinder am 25. Mai: Gespräch mit der Allgäuer Polizei über Vermisstenfälle in der Region

today22. Mai 2026

Hintergrund
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Am kommenden Montag, dem 25. Mai, ist der internationale Tag der vermissten Kinder. Aktuell werden nach Angaben des Bayerischen Landeskriminalamts 171 Kinder unter 14 Jahren in Bayern als vermisst geführt.

Die Fahndungen werden zentral über die Vermisstendienststelle des LKA gebündelt und von den jeweiligen Polizeidienststellen unterstützt. Wir haben mit Johannes Stoll, dem Pressesprecher der Allgäuer Polizei, über die Lage im Allgäu gesprochen. Hier gibt es das Gespräch zum Nachlesen.

Polizei Symbolbild, Pixabay

Herr Stoll, am Montag ist ja der Tag der vermissten Kinder. Aktuell werden bayernweit 171 Kinder vermisst. Wie schaut es denn bei uns im Allgäu aus? Sind da auch Kinder vermisst?

Da muss ich zunächst sagen, dass es natürlich immer wieder vorkommt, dass Kinder und Jugendliche bei uns vermisst werden. Allerdings ist es Gott sei Dank so, dass wir die Kinder und Jugendlichen meistens sehr schnell wiederfinden oder sie auch durch die Eltern schnell gefunden werden. Bei Jugendlichen handelt es sich oft um Ausreißer, die ihr Umfeld verlassen. Bei Kindern ist es häufig so, dass sie ihre Eltern nicht mehr finden. Meistens finden wir sie aber schnell wieder. Deshalb beziehe ich mich jetzt eher auf die Langzeitvermissten. Da gibt es bei uns im Allgäu zwei Fälle. In Oberstdorf wurde im Jahr 1974 ein 14-Jähriger als vermisst gemeldet, der bis heute nicht aufgefunden werden konnte. Außerdem gilt im Bereich Memmingen ein 16-jähriger unbegleiteter Flüchtling als vermisst. Hier gehen wir allerdings davon aus, dass er lediglich die Unterkunft verlassen hat und sich inzwischen woanders aufhält.

Ab wann gilt ein Jugendlicher oder ein Kind eigentlich als vermisst?

Bei Kindern und Jugendlichen ist es so: Sie gelten dann als vermisst, sobald sie ihr gewohntes Umfeld verlassen haben, also wenn sie nicht mehr dort sind, wo sie zu diesem Zeitpunkt eigentlich sein sollten, und ihr Aufenthaltsort unbekannt ist. Wir gehen dann automatisch davon aus, dass eine Gefahr für Leib oder Leben bestehen könnte, wenn das Kind nicht mehr in seinem gewohnten Umfeld ist.

Wie sollten sich Eltern verhalten, wenn es wirklich einmal vorkommt, dass das Kind zum Beispiel nicht mehr zum Abendessen nach Hause kommt?

Das ist natürlich das Allerschlimmste, was passieren kann, dass man sein eigenes Kind nicht mehr findet. Deshalb raten wir Eltern und Angehörigen dazu, die Polizei schnellstmöglich zu verständigen. Man sollte nicht zögern, sondern direkt bei uns anrufen und das Kind als vermisst melden. Wir können dann sofort Fahndungsmaßnahmen einleiten, an bekannten Aufenthaltsorten suchen oder anderen Hinweisen nachgehen.

Warum ist es Ihrer Meinung nach wichtig, dass es am 25. Mai den Tag der vermissten Kinder gibt?

Ich denke einfach, dass es das Allerschlimmste für eine Familie ist, wenn das eigene Kind nicht mehr nach Hause kommt. Gott sei Dank ist es bei mir nicht so, aber ich stelle mir das unglaublich schlimm vor. Umso wichtiger ist es, an die Familien zu denken, deren Kinder vermisst sind. Deshalb finde ich es wichtig, dass es solche Tage gibt.

Kann die Bevölkerung vielleicht auch helfen, sodass Vermisstenfälle schneller aufgeklärt werden?

Ja, wenn Menschen irgendwo Kinder alleine herumlaufen sehen, wo sie eigentlich nicht hingehören, dann sollte man nicht zögern, die Polizei zu verständigen. Wichtig ist dabei auch, das Kind möglichst nicht aus den Augen zu lassen und uns den Aufenthaltsort mitzuteilen. So können wir Vermisstenfälle gegebenenfalls schnell aufklären.

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Geschrieben von: Redaktion

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