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Am Donnerstagmorgen gegen 7 Uhr hat sich auf der Bundesstraße 31 zwischen Lindau und Friedrichshafen ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Eine 26 Jahre alte Toyota-Fahrerin war in Richtung Friedrichshafen unterwegs und kam den bisherigen polizeilichen Ermittlungen zufolge kurz vor Kressbronn aus noch ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn. Ein entgegenkommender Fahrer eines Autotransport-Lasters wich aus, konnte jedoch nicht verhindern, dass der Toyota seitlich frontal mit dem Zugfahrzeug zusammenstieß. Der Pkw wurde von der Fahrbahn abgewiesen und kam im Bankett zum Liegen. Die Fahrerin und ihr 50 Jahre alter Beifahrer zogen sich schwerste Verletzungen zu, die Frau musste von der Feuerwehr mit technischem Gerät aus dem schwer beschädigten Fahrzeug befreit werden. Beide wurden mit Rettungshubschraubern in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Der Fahrer des Lasters blieb den bisherigen Erkenntnissen zufolge körperlich unverletzt, Rettungskräfte brachten ihn zur Versorgung in eine Klinik. Bei dem Verkehrsunfall entstand Sachschaden in Höhe von rund 150.000 Euro. Die nicht mehr fahrbereiten Fahrzeuge, an denen Totalschaden entstand, mussten abgeschleppt werden. Zur Klärung der Unfallursache wurde ein Gutachter hinzugezogen. Die Bundesstraße ist für die Unfallaufnahme und die aufwendigen Bergungs- und Reinigungsarbeiten nach wie vor und mutmaßlich noch bis in den
frühen Nachmittag voll gesperrt. Neben einem Großaufgebot an Einsatzkräften der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei waren auch Kräfte der Psychosozialen Notfallversorgung an der Unfallstelle im Einsatz.
Wegen des Verkehrsunfalls kam es auf der B 31 in beiden Fahrtrichtungen rasch zu einem Rückstau. Weil einige Verkehrsteilnehmer, möglicherweise aus Ungeduld, auf der Fahrbahn wendeten, wurde die Anfahrt zahlreicher Einsatzkräfte behindert. Der Fahrer eines Reisebusses fuhr sich gegen 7.30 Uhr beim unerlaubten Wendemanöver fest und blockierte die Fahrbahn kurz nach der Anschlussstelle der B 467 vollständig, was dazu führte, dass nachrückende Einsatzkräfte ab diesem Zeitpunkt die Einsatzstelle aus Richtung Kressbronn nicht mehr erreichen oder in diese Richtung verlassen konnten. Eine Anfahrt war ab da nur noch aus Richtung Lindau und mit erheblichem zeitlichem Mehraufwand möglich. Folge war unter anderem, dass ein weiterer Rettungshubschrauber zum zügigen Abtransport der Verletzten angefordert werden musste. Der Bus konnte erst gegen 8.30 Uhr wieder freigeschleppt werden. Dem Fahrer des Busses droht nun eine Anzeige.
Geschrieben von: Uschi Binkert
B 31 Blaulicht Friedrichshafen Hubschrauber Kressbronn Lindau schwerverletzte Unfall