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Aktuelles

Polizei und Landratsamt ziehen Bilanz: Sicherheitslage im Oberallgäu verbessert

today7. April 2026

Hintergrund
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Mit dem Ziel, die aktuelle Kriminalitäts- und Sicherheitslage zu beleuchten, hat am 26.03.2026 das jährliche Sicherheitsgespräch zwischen dem Landratsamt Oberallgäu und dem Polizeipräsidium Schwaben Süd/West stattgefunden.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Sicherheitsgesprächs © PP SWS

An dem Gespräch im Landratsamt nahmen neben den beiden Behördenleiterinnen Landrätin Indra Baier-Müller und Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner auch die Vertreter der Polizeiinspektionen Sonthofen und Immenstadt, der Polizeistationen Oberstdorf und Oberstaufen, der Verkehrspolizeiinspektion Kempten sowie der Kriminalpolizeiinspektion Kempten teil. Seitens des Landratsamtes Oberallgäu waren die zuständigen Abteilungs- und Sachgebietsleitungen der Kommunalverwaltung am Erfahrungsaustausch beteiligt. Zudem war auch der Leiter der örtlich zuständigen Bundespolizeiinspektion aus Kempten vertreten.

Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner stellte gemeinsam mit den Dienststellenleitern auf Basis der Polizeilichen Kriminalstatistik die aktuelle Sicherheitslage für den Bereich des Landkreises Oberallgäu vor. Die (bereinigte) Gesamtanzahl an erfassten Straftaten ist im direkten Vorjahresvergleich um 4,5 % auf 3.893 Fälle gesunken.

Wenig überraschend sanken die Zahlen im Bereich der Rauschgiftkriminalität durch den Wegfall der allgemeinen Verstöße mit Cannabis erneut. Das Konsumcannabisgesetz wurde zum 1. April 2024 eingeführt.

Deutlich hervor stach der Rückgang der aus Tätersicht erfolgreich umgesetzten Fälle im Phänomenbereich Callcenter-Betrug um 36,8 %.

Polizeipräsidentin Dr. Strößner hierzu: „Unsere Präventionsarbeit im Oberallgäu zeigt Wirkung: Immer weniger Callcenter-Betrügereien sind erfolgreich, gleichzeitig melden mehr Betroffene die Taten. Das ist ein wichtiges Signal. Durch Aufklärung und Beratung konnten wir den Vermögensschaden im Oberallgäu von 2024 auf 2025 um mehr als 370.000 Euro reduzieren.“

Die Aufklärungsquote (bereinigt) ist leicht auf 70,1 % gesunken, liegt damit aber weiterhin deutlich über der Aufklärungsquote für den Freistaat Bayern (66 %). Für die Praxis bedeutet dies, dass im Landkreis Oberallgäu mehr als zwei von drei Straftaten aufgeklärt werden.

Durch den Rückgang der Fallzahlen für alle Deliktsbereiche sank auch die (bereinigte) Häufigkeitszahl um 2 % von 2.556 im Jahr 2024 auf 2.505 im Jahr 2025. In der Kriminologie wird die Häufigkeitszahl als vergleichbares Maß für die Zahl der polizeilich registrierten Straftaten je 100.000 Einwohner verwendet. Sie drückt die durch die Kriminalität verursachte Gefährdung aus. Das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, sinkt demnach. Bayern, als sicherstes Bundesland im Bundesgebiet, weist im statistischen Vergleich eine Häufigkeitszahl von 4.094 auf. Hinsichtlich der Aussagekraft der Häufigkeitszahl ist festzustellen, dass nur das sogenannte „Hellfeld“ der Straftaten als Berechnungsgrundlage dient, also alle Delikte, von denen die Polizei tatsächlich Kenntnis erlangt.

Eine positive Entwicklung ist auch bei den Verkehrsunfallzahlen feststellbar. So reduzierte sich die Anzahl der Schwerverletzten um 12 Fälle (-5,48 %) und die Anzahl der getöteten Verkehrsteilnehmer um zwei auf fünf Personen (Vorjahr: sieben). Hauptunfallursachen waren neben der nicht angepassten Geschwindigkeit die Missachtung des Sicherheitsabstands sowie Fehler beim Wenden und Rückwärtsfahren.

Die Anzahl von Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Pedelec-Fahrern stieg um 5,78 % an. Zwei Pedelec-Fahrer starben infolge eines Verkehrsunfalls.

Das Sicherheitsgespräch wurde von allen Beteiligten als zielführend und bedeutsam eingestuft. Beide Seiten betonten die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit und eines kontinuierlichen Austauschs, um zeitgerecht auf aktuelle Entwicklungen reagieren zu können.

„Sicherheit entsteht durch Zusammenarbeit. Deshalb ist der regelmäßige Austausch mit der Polizei für uns von großer Bedeutung, um gemeinsam passende Lösungen für die Herausforderungen vor Ort zu entwickeln und das hohe Sicherheitsniveau im Oberallgäu dauerhaft zu stärken“, betonte Landrätin Indra Baier-Müller zum Abschluss und dankte zugleich allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit während der vergangenen sechs Jahre.

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Geschrieben von: Leon Dauter

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