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Bei einer großangelegten Polizeiaktion gegen rechtsextreme Musik sind auch Räume in Bad Grönenbach und Wolfertschwenden durchsucht worden. Bundesweit wurden rund 33.000 Tonträger sowie Speichermedien und Vermögenswerte in Millionenhöhe sichergestellt. Vier Hauptbeschuldigte stehen im Verdacht, seit 2020 Teil einer rechtsextremistischen kriminellen Vereinigung zu sein.

Bad Grönenbach im Unterallgäu steht im Zusammenhang mit einer großangelegten Polizeiaktion gegen rechtsextreme Musik. Am Mittwoch (30.09.2026) haben Ermittler unter anderem Räume in Bad Grönenbach und Wolfertschwenden durchsucht. Hintergrund ist der Verdacht gegen mehrere Personen, die seit spätestens 2020 eine rechtsextremistische kriminelle Vereinigung gebildet und entsprechende Musik produziert und vermarktet haben sollen.
Bundesweit und in mehreren europäischen Ländern waren mehr als 390 Polizeikräfte im Einsatz. Insgesamt stellten die Ermittler rund 33.000 Tonträger sicher – darunter CDs, Schallplatten und Kassetten. Mehr als 20.000 davon wurden bei den vier Hauptbeschuldigten gefunden. Außerdem wurden rund 130 Speichermedien wie Festplatten, Handys und USB-Sticks sowie Vermögenswerte im Wert von rund zwei Millionen Euro sichergestellt. Darunter waren etwa 11.000 Euro Bargeld.
Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht Musik, die laut Landeskriminalamt eine nationalsozialistische, antisemitische, rassistische und menschenverachtende Ideologie verbreitet. Vier Männer im Alter zwischen 43 und 55 Jahren stehen im Verdacht, entsprechende Tonträger hergestellt und vertrieben zu haben.
Neben Bad Grönenbach und Wolfertschwenden wurden auch Räumlichkeiten in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein durchsucht. Weitere Durchsuchungen gab es in Baden-Württemberg, Brandenburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen. Auch in Estland, Italien, Polen und Tschechien waren Ermittler aktiv. Dort sollen Tonträger mutmaßlich hergestellt worden sein.
Festnahmen gab es bei der Aktion nicht. Die Durchsuchungen dienen laut Ermittlern dazu, bestehende Verdachtsmomente weiter aufzuklären. Gegen acht weitere Beschuldigte wird zudem wegen des Verdachts auf Volksverhetzungsdelikte im Zusammenhang mit den Tonträgern ermittelt.
(Quelle: dpa)
Geschrieben von: Niklas Bitzenauer
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