In Lindau kommen heute und morgen die für Verkehr zuständigen Minister sowie Senatoren aller 16 Bundesländer zur Frühjahrssitzung der Verkehrsministerkonferenz (VMK) zusammen. Auch Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder wird an dem Treffen teilnehmen.
Bildquelle: Radio AllgäuHIT (Norbert Kolz)
Bayern führt den Vorsitz – Breite Themenpalette auf der Agenda
Die Leitung der Konferenz liegt beim bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr. Minister Christian Bernreiter hat seit 2025 turnusgemäß den Vorsitz inne. Im Mittelpunkt der Beratungen stehen unter anderem Reformen der Fahrschulausbildung, die Zukunft des Schienenverkehrs, mehr Sicherheit in Zügen und an Bahnhöfen sowie ein möglicher Preisindex für das Deutschlandticket. Darüber hinaus geht es um Trassenpreise, die Sanierung wichtiger Bahnstrecken und eine Aufstockung der Regionalisierungsmittel.
Umfangreiches Programm mit zahlreichen Einzelpunkten
Insgesamt stehen neun Hauptthemen mit 49 Unterpunkten auf der Tagesordnung der zweitägigen Konferenz.
Protestaktion der Logistikbranche angekündigt
Parallel zur Tagung will der Bundesverband Logistik & Verkehr-pro (BLV-pro) auf die schwierige Lage der Speditionsbranche aufmerksam machen. Vor der Inselhalle ist eine Mahnwache mit 16 Lastwagen geplant.
Branche unter wirtschaftlichem Druck
Nach Angaben des Verbands ist die Situation vieler Unternehmen angespannt. Hohe Mautkosten, starker Wettbewerbsdruck und lange Zahlungsfristen von bis zu 120 Tagen gefährden die Liquidität. Zusätzlich belasten im europäischen Vergleich hohe Dieselpreise die Unternehmen.
Forderungen nach Entlastung und klaren Regeln
Der BLV-pro fordert deshalb unter anderem die schnelle Einführung eines gewerblichen Diesels, Preisdeckel, eine Reduzierung der CO₂-Abgaben sowie gesetzlich begrenzte Zahlungsfristen von maximal 14 Tagen. Der Verband warnt, dass Insolvenzen die Transportkapazitäten verringern und Lieferketten destabilisieren könnten.
Appell an die Politik für mehr Wettbewerbsfähigkeit
Die Branche sieht sich im europäischen Vergleich benachteiligt und fordert stärkere politische Unterstützung, um ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.