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Politik

Pflegefachkräfte aus aller Welt werden im Allgäu ausgebildet

today9. Januar 2026

Hintergrund
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„Internationale Pflegefachkräfte sind ein zentraler Baustein, um dem Fachkräftemangel in der Pflege zu begegnen. Entscheidend ist, dass Anerkennungs- und Visaverfahren verlässlich und planbar gestaltet werden“, erklärten der Allgäuer Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke, seine Kemptener Kollegin Mechthilde Wittmann sowie die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung Katrin Staffler (alle CSU) anlässlich ihres Besuchs an der Internationalen Kolping Pflegeschule in Kempten.

Politik trifft Praxis: Stephan Stracke, Katrin Staffler und Mechthilde Wittmann (Mitte) tauschten sich mit Nataliya Boiko, Robert Hitzelberger, Björn Panne, Alona Gress, Monika Matje sowie den beiden Pflegeschülern Carine Kalao und Abdelmaijd El Hari aus.

Der Austausch fand auf Initiative von Stracke statt. Im Gespräch mit Geschäftsführer Björn Panne und Schulleiterin Monika Matje standen insbesondere die umfangreichen Vorbereitungen für die Aufnahme internationaler Bewerbender in die Ausbildung zu Pflegefachmännern und Pflegefachfrauen im Mittelpunkt.

Panne erläuterte, dass die Schule täglich rund 20 Bewerbungen aus dem In- und Ausland erhält, und damit weit mehr als andere Einrichtungen. Gleichzeitig seien aufgrund der Herkunftsländer der potenziellen Auszubildenden die Verfahren zur Anerkennung von Schul- und Berufsabschlüssen, zur Prüfung von Sprachzertifikaten und insbesondere die Visaverfahren sehr zeitintensiv und stark voneinander abhängig. Bereits jetzt im Dezember müsse für einen Ausbildungsstart im September 2026 geplant werden. Im Schnitt seien es acht Monate intensive Planungs- und Vorbereitungszeit, bis die internationalen Schüler mit ihrer Ausbildung beginnen können. „Unser zentraler Wunsch an die Politik ist daher, das beschleunigte Fachkräfteverfahren und die Visumvergabe künftig zeitlich verlässlich zu gestalten, um die Ausbildung planbar zu machen“, betonte Matje.

Ein weiterer entscheidender Punkt, so führte er an, sei die Finanzierung. „Die Schule ist auf stabile Mittel aus dem Pflegeausbildungsfond angewiesen, der die Betriebskosten und Ausbildungsplätze für Pflegeschulen refinanziert“, so Panne. Die Internationale Kolping Pflegeschule bildet aktuell 82 Auszubildende aus und arbeitet eng mit Pflegeeinrichtungen im gesamten Allgäu zusammen. Der überwiegende Teil der Absolventinnen und Absolventen verbleibt nach Abschluss der Ausbildung in der Region und stärkt damit nachhaltig die Pflegeversorgung vor Ort. Dies sei insbesondere auch auf das spezifische Integrations- und Unterstützungskonzept der Schule geschuldet, dessen wesentlicher Baustein das Engagement des Kümmerer-Teams ist, erklärten Panne und Matje.

Aus seinem Alltag als Auszubildender im Espachstift in Kaufbeuren berichtete Abdelmajid El Hari aus Marokko im Gespräch mit Stephan Stracke. El Hari betonte, wie dankbar er sei, diese Chance hier zu bekommen. Die Verzahnung der Schule mit dem Ausbildungsbetrieb mache es ihm einfacher, die Herausforderungen zu bewältigen. Zugleich wünsche er sich insbesondere in den Prüfungsphasen mehr Zeit zum Lernen. Stracke zeigte Verständnis für diesen Wunsch und ergänzte: „Internationale Auszubildende stehen vor großen Herausforderungen. Sie müssen Sprache, Theorie und Praxis parallel bewältigen.“

Stracke, Wittmann und Staffler unterstrichen die politische Verantwortung, erfolgreiche Ausbildungsmodelle wie die Internationale Kolping Pflegeschule durch verlässliche politische Rahmenbedingungen zu stärken. Die Bundesregierung habe mit den vom Bundeskabinett beschlossenen Eckpunkten zum Aufbau einer sogenannten Work-and-Stay-Agentur zur Fachkräfteeinwanderung einen wichtigen Schritt unternommen. „Ziel ist es, Zuständigkeiten zu bündeln, Verfahren zu beschleunigen und verbindliche Zeitachsen zu schaffen“, so die Politiker abschließend.

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Geschrieben von: Leon Dauter

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